Murray beendet in Shenzhen Durststrecke

28. September 2014, 14:18
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Schotte holt in China seinen ersten Titel seit Wimbledon 2013

Die titellose Durststrecke von Andy Murray auf der Tennis-Tour ist seit Sonntag beendet. Erstmals seit seinem Wimbledon-Sieg 2013 trug sich der Brite in eine Siegerliste ein. Im Finale des Hartplatz-Events von Shenzhen musste er aber fünf Matchbälle abwehren. Letztlich setzte sich Murray als Nummer zwei gesetzt gegen den auf Position vier eingestuften Spanier Tommy Robredo 5:7,7:6(9),6:1 durch.

Nach den US Open schien der Schotte in der Weltrangliste erstmals seit Anfang Juli 2008 außerhalb der Top Ten auf, u.a. eine Folge des bis dahin vergeblichen Strebens nach seinem 29. Turniersieg. Mit dem nunmehrigen Erfolg in China wird er zwar im Ranking Elfter bleiben, aber außer mehr Punkte und Preisgeld auch ein Plus an Selbstvertrauen für die verbleibenden Saison-Aufgaben mitnehmen. Auch hinsichtlich der Qualifikation für das Londoner World-Tour-Finale hat der 27-Jährige wieder bessere Chancen.

Im Tiebreak des zweiten Satzes war der Olympiasieger mit 2:6 zurückgelegen. Doch diese vier Matchbälle wie danach einen weitere Chance des 32-jährigen Robredos wehrte er ab, um letztlich den Satzausgleich zu fixieren. Statt des 13. ATP-Titels bzw. ebenso seinem ersten seit Juli 2013 (Umag) für den Iberer war Murray in Satz drei nicht mehr zu halten und ließ sich nach gesamt 2:30 Stunden feiern.

Die Wende

"Es war ein unglaublich hartes Match, die Bedingungen waren so hart", wurde Murray nach seinem Erfolg auf der ATP-Homepage zitiert und bezog sich auf die Momente, als er mit dem Rücken zur Wand stand. "Das war glücklich für mich, Ende des zweiten Satzes. Tommy hätte den Sieg heute verdient, aber ich habe hart für die Wende gearbeitet."

In Kuala Lumpur feierte Kei Nishikori seinen bereits dritten Saison-Titel nach Memphis und Barcelona. Der Japaner schloss in seiner ersten Turnierwoche nach dem Erreichen des US-Open-Finales an seine Leistungen von New York an. Der 24-Jährige gab auf dem Weg zum Pokal nur einen Satz ab. Im Finale gab er dem 32-jährigen Julien Benneteau mit 7:6(4),6:4 das Nachsehen, der Franzose verlor damit sein 10. ATP-Finale. Nishikori wird in der Weltrangliste als Siebenter ein neues Karriere-Hoch erreichen. (APA, 28.09.2013)

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