Watchever: Netflix-Konkurrent kämpft ums Überleben

28. September 2014, 13:31
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Geschäftsführer schmeissen hin, Videodienst findet keinen Käufer

Schon vor dem Netflix-Start konnte der Videostreaming-Dienst Watchever nicht unbedingt als "Erfolgsgeschichte" bezeichnet werden - dank der übermächtigen Konkurrenz kämpft die Online-Videothek jetzt ums Überleben. So sollen laut Berichten des Spiegel beide Watchever-Geschäftsführer ihre Position aufgegeben haben. Außerdem habe der Videostreamer mehr als hundert Millionen Euro Anlaufverlust, Mutterkonzern Vivendi suche laut Spiegel händeringend um einen Käufer.

Konkurrenz will nicht übernehmen

Doch weder die ProSiebenSat1-Gruppe, die Maxdome betreiben, noch andere Konkurrenten wie Netflix oder Sky zeigen Interesse. Nun soll das Management einspringen und Watchever fortführen. Allerdings unter günstigen Konditionen: Vivendi soll die Schulden übernehmen und eigene Inhalte liefern. Das möchte der französische Konzern nicht unbedingt, weswegen auch eine Einstellung von Watchever möglich ist.

Rund 350.000 Kunden

Der Streaming-Dienst hält momentan bei rund 350.000 Kunden und dürfte damit der schwächste Netflix-Konkurrent sein. Die anderen Mitbewerber halten sich, ebenso wie der neue US-Anbieter, über ihre eigenen Abonnentenzahlen bedeckt. (fsc, derStandard.at, 28.9.2014)

  • Watchever droht die Einstellung
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    Watchever droht die Einstellung

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