Bürgermeister Veronas wegen Abschuss von Wölfen unter Druck

28. September 2014, 10:49
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Verordnung erlaubt, Wildtiere zu erschießen, die sich bewohnten Gebieten nähern - Stadtoberhaupt von Forstbehörde angezeigt

Verona - Der Umgang mit wilden Tieren macht norditalienischen Politikern zu schaffen. Nachdem Ermittlungen gegen den Trentiner Landeshauptmann Ugo Rossi wegen des Todes der Problembärin "Daniza" eingeleitet worden sind, bekommt jetzt der Bürgermeister von Verona, Flavio Tosi, Schwierigkeiten mit Wölfen.

Der Bürgermeister billigte eine Verordnung, die es künftig erlauben wird, Wölfe, die sich bewohnten Gebieten nähern, zu erschießen. Die Zahl der Wölfe im Naturschutzpark im Grenzgebiet zum Trentino sei gewachsen, die Bürger der Gegend müssten geschützt werden, meinte der Bürgermeister.

Tosis Verordnung sorgte für Eklat. Die regionale Forstbehörde reichte Anzeige gegen den Bürgermeister ein. Der Umweltschutzverband WWF bezeichnete seine Verordnung als ungerechtfertigt. Auch die Europäische Tierpartei protestierten gegen Tosi, einen Spitzenpolitiker der rechtsföderalistischen Lega Nord. (APA, 28.9.2014)

  • Der Bürgermeister von Verona will die Bevölkerung vor Wölfen schützen und erlaubt deshalb, sie abzuschießen.
    foto: ap/villela

    Der Bürgermeister von Verona will die Bevölkerung vor Wölfen schützen und erlaubt deshalb, sie abzuschießen.

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