FIFA kündigt Ende von Third Party Ownership an

27. September 2014, 11:02
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Rechte an Spielertransfers sollen nicht mehr an Dritte abgegeben werden

Die FIFA wird die sogenannte Third Party Ownership (TPO) im Fußball verbieten. Dass wurde beim am Freitag zuende gegangenen Treffen des Exekutivkommitees beschlossen. Nach einer Übergangsphase werde es nicht mehr erlaubt sein, wirtschaftliche Rechte an Spielertransfers an externe Investoren abzutreten. Eine Arbeitsgruppe werde in einem nächsten Schritt Regulierungen erarbeiten.

In einigen Ligen - etwa in der englischen Premier League - ist TPO bereits verboten. Die Praxis ist aber vor allem in Südamerika und Portugal weit verbreitet aber in der Folge auch in europäischen Ligen bedeutend, die entsprechende Fußballer engagieren. Investoren finanzieren dabei den Transfer eines Spielers zumindest teilweise mit, um dann von einem künftigen Transfer des Sportlers anteilsmäßig zu profitieren.

Derartiges betraf Spieler wie Neymar, Carlos Tevez, Deco oder Radamel Falcao. Dessen Wechsel 2013 zum AS Monaco wurde von manchen vor allem als Entscheidung der Drittpartei motiviert, die ihre Investitionen durch einen teuren Transfer wieder einspielen wollten.

Kritiker sehen durch die Praxis die persönlichen Rechte von Spielern unter Druck gesetzt und verlangen von der FIFA schon länger ein Einschreiten. Zudem könnte die Integrität des Sports verletzt werden, wenn für Fußballer nicht nur die eigenen und Vereinsinteressen sondern auch von mitunter windigen Investoren entscheidend wären. Befürworter verteidigen das Prinzip als Möglichkeit, Spieler zu Klubs zu bringen, die sie andererseits nicht finanzieren könnten. (tsc, derStandard.at, 27.9.2014)

  • Rund um Carlos Tevez und Javier Mascherano entspann sich 2006 ein bekannter Fall von Third Party Ownership in der Premier League. West Ham wurde für die Transfers bestraft, da man Geld an eine Drittpartei überwiesen hatte und die Regeln wurden verschärft.
    foto: ap

    Rund um Carlos Tevez und Javier Mascherano entspann sich 2006 ein bekannter Fall von Third Party Ownership in der Premier League. West Ham wurde für die Transfers bestraft, da man Geld an eine Drittpartei überwiesen hatte und die Regeln wurden verschärft.

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