Kurz sagt IS-Propaganda im Netz den Kampf an 

26. September 2014, 17:22
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Ruf nach klaren Regelungen bei Treffen mit Twitter und Facebook in New York


Österreichs Außenminister Sebastian Kurz will den Kampf gegen die Extremistengruppe "Islamischer Staat" (IS) auch in den sozialen Netzwerken führen. Propagandamaterial wie jenes, das die Enthauptungen von zwei US-Journalisten und einem britischen Helfer zeigt, sollen in den sozialen Medien nicht mehr so leicht die Runde machen. Am Rande der UN-Generalversammlung in New York traf Kurz deshalb auch Vertreter von Twitter und Facebook.

Vor allem Twitter tut sich schwer, solche Bilder zu blockieren. Technisch möglich sei derzeit nur, Bilder zu löschen, die bereits bekannt sind, sagte Kurz. Darauf müsse der Dienst aber erst einmal aufmerksam werden – kein leichtes Unterfangen bei einer halben Milliarde Tweets pro Tag.

Twitter richtet sich zudem nach der Gesetzeslage – gelöscht wird also nur, was auch illegal ist. Kurz: "Sie brauchen klare gesetzliche Regelungen." Facebook könne dagegen wesentlich stärker auf die Inhalte zugreifen und entscheide auch nach eigenen Kriterien. Das Video vom Mord an US-Journalist Steven Sotloff sei auf Facebook etwa nicht aufgetaucht.

Auch andere europäische Länder wollen der Propaganda im Netz etwas entgegensetzen. Das Thema soll bei einem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg besprochen werden. (Julia Raabe, DER STANDARD, 27./28.9.2014)

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