Kritik an laschem Vorgehen gegen Hope Solo

26. September 2014, 16:05
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Footballer nach häuslicher Gewalt gesperrt, Fußball-Torfrau darf weiter spielen

Während in den USA zuletzt drei Football-Spieler wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt von ihren Vereinen suspendiert worden sind, steht die Fußball-Torfrau Hope Solo, die eines ähnlichen Vergehens beschuldigt wird, nach wie vor im Tor des Nationalteams sowie ihres Clubs Seattle Reign FC. Ein Umstand, der in den USA für Kritik sorgt.

Scott Blackmun, Boss des amerikanischen Olympischen Komitees (USOC), will den Fußballverband zum Handeln auffordern. "Ich werde Sunil Gulati fragen, warum Hope Solo immer noch spielen darf", sagte Blackmun vor einem Treffen mit dem US Soccer. Gulati, Präsident des US-Fußballverbandes meinte in einem Statement, man habe alle verfügbaren Informationen berücksichtigt und eine wohlüberlegte Entscheidung betreffend Hope Solos Status beim Nationalteam getroffen.

Wegen Körperverletzung angeklagt

Die zweifache Olympiasiegerin Solo ist wegen Körperverletzung angeklagt, sie soll im Juni ihre Schwester und ihren 17-jährigen Neffen angegriffen haben, beide hätten sichtbare Verletzungen aufgewiesen. Der Prozess gegen die 32-jährige Torhüterin findet im November statt.

Bei den Sponsoren kommt die Tatsache, dass Solo weiterhin spielen darf, nicht gut an. Zuletzt wurden die Footballer Ray Rice (Baltimore), Adrian Peterson (Minnesota) und Greg Hardy (Carolina) auf Druck der Sponsoren bis zum Abschluss ihrer juristischen Verfahren von ihren Vereinen bzw. von der Liga suspendiert. Mitunter hatten Sponsoren das lasche Vorgehen der NFL-Vereine kritisiert, die auch das Fußball-Nationalteam unterstützen. (red/APA; 26.9.2014)

  • Soll ihre Schwester und ihren 17-jährigen Neffen angegriffen haben: Hope Solo.
    foto: apa/ap/abate

    Soll ihre Schwester und ihren 17-jährigen Neffen angegriffen haben: Hope Solo.

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