Air France treibt Billigfliegerpläne voran

26. September 2014, 15:16
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Die Piloten befinden sich seit knapp zwei Wochen im Ausstand, dennoch will die Fluggesellschaft nur kleine Zugeständnisse machen

Paris - Air France schwenkt im Konflikt mit den streikenden Piloten wieder auf Konfrontationskurs und will die Billigfliegerpläne zumindest auf dem Heimatmarkt vorantreiben. Der Verwaltungsrat unterstütze den Plan, die Tochter Transavia France weiterzuentwickeln, teilte der französisch-niederländische Mutterkonzern Air France-KLM am Freitag mit.

Demnach forderte auch das Aufsichtsgremium die Flugzeugführer auf, den Ausstand zu beenden, der das Unternehmen täglich bis zu 20 Millionen Euro kostet.

Die Piloten befinden sich seit knapp zwei Wochen im Ausstand. Sie fordern, dass ihre Kollegen bei Transavia das gleiche Geld und die gleichen Arbeitsbedingungen erhalten. Air France, deren Piloten zu den bestbezahlten in Europa gehören, lehnt dies strikt ab. Dies würde einem Billigflieger-Modell gänzlich widersprechen, erklärte das Management.

Das Unternehmen wollte Transavia eigentlich europaweit ausbauen, zog diesen Plan wegen des Widerstandes der Piloten aber wieder zurück. Die Lufthansa, der ebenfalls die Konkurrenz von Billigfliegern wie Ryanair, Easyjet oder Norwegian Air Shuttle zusetzt, verfolgt mit den Töchtern Germanwings und Eurowings ein ähnliches Modell. (APA/Reuters, 26.9.2014)

  • Air France-Piloten gehören zu den bestbezahlten Flugkapitänen in Europa.
    foto: ap/christophe ena

    Air France-Piloten gehören zu den bestbezahlten Flugkapitänen in Europa.

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