Liverpool, Inter, Roma und Monaco am Pranger

26. September 2014, 12:16
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UEFA leitet Verfahren wegen Nichteinhaltens des erlaubten Defizits ein

Genf - Der europäische Fußballverband UEFA hat im Kampf um ein gesünderes Haushalten der Vereine die Zügel angezogen. Wie der Verband am Donnerstag bekannt gab, sind im Rahmen des Financial Fairplay (FFP) gegen sechs Europapokal-Teilnehmer der laufenden Saison Verfahren wegen Überschreitens des erlaubten Defizits in den Jahren 2012 und 2013 eingeleitet worden.

Hierzu gehören aus der Champions League AS Roma, AS Monaco und der FC Liverpool. Aus der Europa League sind Inter Mailand, Besiktas Istanbul und FK Krasnodar betroffen.

Galgenfrist

Laut UEFA müssen die Vereine "im Oktober und November zusätzliche Informationen einreichen". Andernfalls würden im Winter Maßnahmen zur Sanktionierung durch das Kontrollgremium CFCB ergriffen. Die UEFA hat den für den Europacup qualifizierten Vereinen in den vergangenen zwei Jahren lediglich ein Defizit von 45 Millionen Euro gestattet. Ziel des FFP ist, die Vereine zu einem gesünderen und nachhaltigeren Wirtschaften zu bringen.

Sanktionen für fünf Klubs

Zu den möglichen Sanktionen gehört das Einfrieren von Preisgeldern aus den europäischen Wettbewerben. Eine derartige Sanktion hat die UEFA am Donnerstag bei fünf Klubs bereits vollzogen. Dabei handelt es sich um den früheren türkischen Meister Bursaspor, die rumänischen Teams CFR Cluj und Astra Giurgi, den montenegrinischen Spitzenklub FK Buducnost Podgorica und FK Ekranas aus Litauen. Zur Höhe der vorenthaltenen Preisgelder machte die UEFA keine Angaben. Auch dieses Quintett hat bis Dezember Gelegenheit, entlastende Zahlen vorzulegen.

In vergangenen Saison sind unter anderem die Champions-League-Teilnehmer Manchester City und Paris St. Germain von der UEFA mit einer Strafe von 60 Millionen Euro und Restriktionen bei der Kadergröße für UEFA-Wettbewerbe sanktioniert worden. (sid, 26.9.2014)

  • Monaco-Oligarch Dmitri Rybolowlew präsentierte 2013 stolz seinen Zwölfender Radamel Falcao. Allein für den Kolumbianer waren 60 Millionen Ablöse fällig. Insgesamt verpulverte der Klub in der letzten für mannigfachen Zugang an neuem Personal um 150 Millionen.
    foto: ap/cironneau

    Monaco-Oligarch Dmitri Rybolowlew präsentierte 2013 stolz seinen Zwölfender Radamel Falcao. Allein für den Kolumbianer waren 60 Millionen Ablöse fällig. Insgesamt verpulverte der Klub in der letzten für mannigfachen Zugang an neuem Personal um 150 Millionen.

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