50 Tote bei Unruhen in chinesischer Provinz Xinjiang

25. September 2014, 19:46
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Region am Sonntag von mehreren Bombenexplosionen erschüttert

Peking - Bei Unruhen in der westchinesischen Provinz Xinjiang sind nach Angaben der Staatsmedien am Wochenende 40 "Aufrührer" getötet worden. Zudem seien sechs Zivilisten, zwei Polizisten und zwei Hilfspolizisten ums Leben gekommen, meldete die Nachrichtenwebsite der regionalen Behörden am Donnerstag. 54 weitere Zivilisten seien verletzt worden.

Nach Angaben des Portals "Tianshan" sprengten sich die "Aufrührer" selbst in die Luft oder wurden von der Polizei erschossen.

Dem Bericht der staatlich kontrollierten Nachrichtenseite zufolge hatten die Täter am Sonntag vor zwei Polizeirevieren, einem Markt und einem Geschäft im Süden der Provinz insgesamt vier Bomben gezündet. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden. Der mutmaßliche Drahtzieher sei getötet worden. Bei ihm handelt es sich nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua um einen seit 2003 aktiven "Extremisten".

Nach den Explosionen hatten die Behörden zunächst von zwei Toten gesprochen. Die Angaben zu Vorfällen in der abgeschotteten Region sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen. Xinjiang wird immer wieder von tödlichen Angriffen und Unruhen erschüttert. Die Provinz ist die Heimat der muslimischen Minderheit der Uiguren, die sich von Peking sozial, kulturell und wirtschaftlich benachteiligt und durch die systematische Ansiedlung von Han-Chinesen an den Rand gedrängt fühlt. (APA, 25.9.2014)

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