Kunsthaus Bregenz: Nachts tanzen die Lichter

25. September 2014, 16:53
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Weißer Kubus wird zum Lichtspielhaus

Bregenz - Das Kunsthaus Bregenz, ein puristischer Bau des Schweizer Architekten Peter Zumthor, wird erneut zur Projektionsfläche für Lichtkunst. Ab Freitagnacht macht die Vorarlberger Künstlerin Miriam Prantl den weißen Kubus zum Lichtspielhaus.

An die Ecken der Glasfassade klammert Prantl bunte Leuchtdioden (LED). Mit dem Projekt Clasp (Klammer) will Prantl Außenhaut und Innenleben, Architektur und Kunst, symbolisch verknüpfen. Durch die leuchtende Betonung seiner Ecken würde die Leichtigkeit des Glaskörpers noch mehr betont, sagt Kurator Rudolf Sagmeister.

Hinter dem Kunstprojekt steckt ausgeklügelte Lichttechnik des Vorarlberger Lichtspezialisten Zumtobel. Die computergesteuerten Leuchtdioden tauchen das Haus in verschiedenen Farbsequenzen in spaciges Licht.

Extraterrestrisch wird es erst recht in der Johanniterkirche in der Feldkircher Altstadt. Im Sakralbau, der seine Ursprünge im 13. Jahrhundert hat, realisiert Miriam Prantl Teil 2 von Clasp. Sie lässt in der abgedunkelten Apsis einen riesigen Würfel in UV-Licht erstrahlen.

Dazu ertönt eine Soundcollage mit O-Tönen aus der Voyager Raumsonde. Durch Licht und Klänge nehme man die energetischen Schwingungen im Raum anders wahr, sagt die Künstlerin. (jub, DER STANDARD, 25.9.2014)

  • Das Kunsthaus Bregenz bekommt farbige Klammern. Die Künstlerin Miriam Prantl markier die offenen Kanten der Glasfassade mit Leuchtdioden.
    foto: kunsthaus bregenz, installation miriam prantl

    Das Kunsthaus Bregenz bekommt farbige Klammern. Die Künstlerin Miriam Prantl markier die offenen Kanten der Glasfassade mit Leuchtdioden.

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