9,3 Millionen runderneuerte E-Cards werden verschickt

25. September 2014, 12:30
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Neue Generation soll robuster, leichter und optisch erneuert sein - Austria Card als neuer Partner des Hauptverbands

Wien - Die E-Card wird runderneuert: Robuster, leichter und in neuem Design soll sich der elektronische Krankenscheinersatz künftig präsentieren. 9,3 Millionen personalisierte E-Cards wird die Firma Austria Card an die österreichischen Versicherten liefern, sagte Volker Schörghofer, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Allein im kommenden Jahr werden rund vier Millionen E-Cards ausgetauscht, weil bei diesen Karten die Gültigkeit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) abläuft. Produziert wird diese "neue Generation" ab Oktober dieses Jahres. Mit Austria Card habe ein heimischer Anbieter die europaweite Ausschreibung für die kommenden fünf Jahre gewonnen, betonte Josef Probst, Generaldirektor im Hauptverband. Das Auftragsvolumen beträgt 17 Millionen Euro, somit koste eine einzelne Karte von der Produktion bis zum Versand 1,65 Euro.

Die neue Kartengeneration präsentiert sich zum einen robuster, erklärte Jochen Hense, Geschäftsführer von Austria Card. Dabei seien die unterschiedlichen Schichten nicht mehr verklebt, sondern verschweißt, was auch die Flexibilität der E-Card erhöhe und sie weniger anfüllig für Brüche mache. Dazu komme eine Gewichtsersparnis von 20 Prozent, was sich vor allem bei Großtransporten bemerkbar mache. Oberflächlich fällt nicht nur das neue Logo der Sozialversicherung auf, auch die Brailleschrift für sehbehinderte Menschen sei nun leichter ertastbar.

Keine Patientendaten gespeichert

Laut Probst werden weiterhin keine Patientendaten auf dem Chip gespeichert. "Die E-Card ist eine Schlüsselkarte", betonte Probst, auch die "Admin-Karten" für die Ordinationen sollen sukzessive ausgetauscht werden. Nicht zuletzt, da in den nächsten Jahren sukzessive weitere Gesundheitsdiensteanbieter wie Apotheken und Pflegeheime an das System angeschlossen werden, um für ELGA gerüstet zu sein. Von der zeigte sich Schörghofer weiterhin überzeugt. Lediglich knapp 170.000 Personen hätten sich von diesem "wichtigen Instrument" der elektronischen Gesundheitsakte abgemeldet.

Ursprünglich als Ersatz für den Krankenschein eingeführt, leistet das E-Card-System heute deutlich mehr, betont man im Hauptverband. Mittels Arzneimittel-Bewilligungs-Service (ABS) können Anträge für bewilligungspflichtige Medikamente elektronisch erledigt werden. Auch Krankenstands- und Gesundmeldungen werden zwischen Ärzten und Krankenkassen über das System mit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsmeldung (eAUM) ausgetauscht. Dazu kommen das Service PROP (Präoperative Befundung), das Ärzte bei der Ermittlung notwendiger Untersuchungen vor geplanten Operationen unterstützt. Die E-Card ist auch weiterhin als Bürgerkarte verwendbar. (APA, derStandard.at, 25.9.2014)

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