Strabag an zwei serbischen Straßenhaltern interessiert

25. September 2014, 12:07
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Baukonzern besitzt in Serbien bereits drei Straßenhalter

Belgrad/Wien - Der Baukonzern Strabag interessiert sich für zwei serbische Straßenerhalter. Die Österreicher hätten ihr Interesse an den Unternehmen PZP Beograd und Vojvodinaput-Backaput deklariert, berichtet die Tageszeitung "Blic" am Donnerstag.

Die Strabag besitzt in Serbien bereits drei Straßenhalter in Zajecar, Pancevo und Cacak. Durch den Erwerb der nun zum Verkauf stehenden Unternehmen würde Strabag praktisch die Hälfte des serbischen Straßenhalter-Marktes kontrollieren, berichtete die Tageszeitung unter Berufung auf den früheren Chef von PZP Beograd, Slobodan Jovanovic.

Die serbische Privatisierungsagentur hatte im August 502 staatliche Unternehmen zum Verkauf angeboten. Bis Mitte September hatten 1.733 potenzielle Investoren, darunter 13 aus Österreich, ihr Interesse am Erwerb einzelner Firmen bekundet. Für 99 Unternehmen fand sich kein Interessent. Bisher sind nur die Namen einzelner interessierter Firmen durchsickert, die Privatisierungsagentur machte dazu keine Angaben.

Dem Regierungsplan zufolge soll das Wirtschaftsministerium bis Ende November über das Privatisierungsmodell für jene Unternehmen entscheiden, für die es Interessenten gibt. Für Dezember sind erste konkrete Ausschreibungen geplant.

Die Firmen PZP Beograd und Vojvodinaput-Backaput, mit insgeamt knapp 900 Mitarbeitern, hatten im Vorjahr Gesamtverluste von gut 506 Mio. Dinar (4,26 Mio. Euro) verbucht. Ein Jahr zuvor waren es noch 2,9 Milliarden Dinar (24,40 Mio. Euro) Verlust gewesen.

Chef der beiden Firmen war bis November 2011 der serbische Geschäftsmann Milo Djuraskovic gewesen, der sich unterdessen zusammen mit dem reichsten Serben Miroslav Miskovic wegen Finanzmachenschaften in Millionenhöhe zu verantworten hat. (APA, 25.9.2014)

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