Auch Mirror-Gruppe am britischen Abhörskandal beteiligt

25. September 2014, 11:32
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Vier Personen sollen Schadenersatz erhalten

London - Nach der Zeitungsgruppe des Medienzaren Rupert Murdoch hat mit der Trinity Mirror Group ein zweites britisches Zeitungshaus das Anzapfen von Telefon-Mailboxen Prominenter zugegeben. Die Gruppe, die unter anderem das Boulevardblatt "Daily Mirror" herausgibt, erklärte am Mittwoch in einer Stellungnahme, sie werde an vier Personen Schadenersatz zahlen.

Weder Name der Betroffenen noch Höhe der Abfindungen wurden genannt. Zuvor habe sich die Gruppe bereits mit sechs weiteren Personen auf Ausgleichszahlungen geeinigt. Die börsennotierte Mediengruppe hatte in ihrem Zwischenbericht bereits erklärt, vier Millionen Pfund (rund fünf Millionen Euro) für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Abhörmethoden zurückzulegen.

Damit wurde die lange öffentlich gehegte Vermutung bestätigt, dass der britische Abhörskandal nicht ausschließlich auf die Murdoch-Zeitungen beschränkt ist. Rupert Murdoch hatte 2011 sein Skandalblatt "News of the World" schließen müssen, nachdem sich Vorwürfe bestätigt hatten. Unter anderem waren Prominente wie Prinz William, der Schauspieler Hugh Grant und dessen Kollegin Siena Miller Opfer der Lauschangriffe geworden. (APA, 25.9.2014)

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