USA lassen Schranken herunter

24. September 2014, 18:04
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Verlegung des Firmensitzes ins Ausland wird erschwert

Nicht nur die Hinterziehung durch reiche Bürger ist vielen Regierungen ein Dorn im Auge. In den internationalen Fokus rücken auch immer mehr die Steuervermeidungstricks von Konzernen. Erst am Wochenende haben die G-20 konkrete Schritte im Kampf gegen die Steuerflucht multinationaler Konzerne beschlossen. Einen solchen setzte nun auch das US-Finanzministerium und verabschiedete eine Reihe von Maßnahmen gegen Firmensitzverlagerungen.

Die steuergesetzlichen Änderungen zielen auf die sogenannte Inversion, eine legale Möglichkeit für US-Unternehmen, Firmen im Ausland aufzukaufen und dann dort ihren Steuersitz anzugeben. Besonders beliebt dabei sind Länder mit geringen Unternehmenssteuern wie Großbritannien oder Irland. So hat etwa das Pharmaunternehmen AbbVie vor kurzem angekündigt, seine Steuerlast durch den Kauf des britischen Rivalen Shire und die Verlegung des Firmensitzes nach Jersey erheblich drücken zu wollen.

Auch andere steuerschonende Maßnahmen wie das Verschieben von Gewinnen in andere Länder und konzerninterne Kreditvergaben werden erschwert. (smos, DER STANDARD, 25.9.2014)

  • Im Gleichklang mit den Hinterziehern? Eine Protestaktion der NGO Oxfam, um den politischen Kampf gegen Steuertricks zu forcieren.
    foto: epa/stephanie lecoco

    Im Gleichklang mit den Hinterziehern? Eine Protestaktion der NGO Oxfam, um den politischen Kampf gegen Steuertricks zu forcieren.

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