Auf einer gemähten schottischen Wiese

24. September 2014, 16:12
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Europas Golfer im 40. Ryder Cup Favoriten - McIlroy hofft auf Krönung seiner Saison

Gleneagles/Wien - Profigolfer sind Einzelsportler par excellence. Trotzdem, oder gerade deshalb, halten nicht wenige von ihnen den Ryder Cup, das alle zwei Jahre stattfindende Kräftemessen zwischen den Superstars aus Europa und den USA, für das Größte. Reich haben sich jene, die nominiert werden, allesamt selbst schon gemacht, wirklich glücklich machen sie sich jedoch nur miteinander.

In den vergangenen Jahren war das Glücksgefühl zumeist aufseiten der Europäer, die ab Freitag auf den Centenary Course zu Gleneagles, Schottland, die Kollegen aus Übersee zum dritten Mal en suite schlagen wollen. Vor dem 40. Treffen steht es 10:7 für die Europäer, weil der Cup vor 1979 zwischen den USA und Großbritannien bzw. britisch-irischen Auswahlen ausgetragen wurde.

Die Europäer sind an diesem Wochenende aus mehreren Gründen deutlich zu favorisieren. Ein Remis nach 28 Spielen reichte wie schon 1989 zur Titelverteidigung. Dazu genießt die Mannschaft des irischen Kapitäns Paul McGinley einen echten Heimvorteil. Der Kurs, so heißt es, spiele sich europäisch. Die Gastgeber haben größeren Einfluss darauf, wie hoch das Gras des Rough ist, wie schnell die Grüns sind.

Celtic Tiger führt

Vor allem aber führt die Nummer eins der Welt, Rory McIlroy, das europäische Dutzend an. Der 25-Jährige aus Holywood, Nordirland, hat eine starke Saison mit Triumphen bei den British Open und bei der PGA Championship hinter sich. Sein dritter Erfolg im Ryder Cup "wäre wirklich die Krönung für ein schon jetzt fantastisches Jahr". Auch für McIlroy ist es "großartig, ein Teil der Mannschaft zu sein. Alle sind voller Leidenschaft dabei, die Stimmung ist noch besser als bei den Major-Turnieren."

Ins gleiche Horn stoßen die Amerikaner von Kapitän Tom Watson, der auf den verletzten Tiger Woods verzichten muss. Der Papierform nach ist Jim Furyk, die Nummer vier der Welt, Watsons Spitzenmann, allerdings hat dieser seit 2010 kein Turnier mehr gewonnen und achtmal als Führender auf der letzten Runde aus der Hand gegeben - nicht unbedingt ein Beleg für starke Nerven, wie sie beim Ryder Cup benötigt werden. Einziger US-Major-Sieger dieses Jahres ist Buba Watson, der das US Masters gewann. Die US Open gingen an den Deutschen Martin Kaymer, Europas Nummer fünf in Gleneagles. (lü, DER STANDARD, 25.9.2014)

  • Die zu den Beinen gehörigen Fans drücken den Außenseitern die Daumen.
    foto: ap/ matt dunham

    Die zu den Beinen gehörigen Fans drücken den Außenseitern die Daumen.

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