1.000 Stunden: W24 will Live-Berichte 2015 verdreifachen

24. September 2014, 19:30
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Stadtsender präsentierte Programmhighlights: Fernsehen wird "wööd" - Kooperation mit der Viennale, neue Musikformate und längere Nachrichtenstrecken

Wien - Geht es nach dem Stadtsender W24, dann wird das Fernsehen in Wien "wööd": Diesen Claim hat man dem Programm für das kommende Jahr verpasst, plakatiert wird er erstmals Anfang Oktober. "Im Kern unserer Arbeit steht die Suche nach Nähe", umriss WH Medien-Geschäftsführer Marcin Kotlowski die Position des Senders bei einem Pressegespräch am Mittwoch. Den Zusehern will man relevante Informationen aus ihrem direkten Umfeld bieten.

Für die kommenden Monate stellte W24-Programmdirektor Michael Kofler fünf Highlights in Aussicht: Insgesamt werde der Sender 2015 1.000 Stunden live berichten, etwa rund um den Eurovision Song Contest, vom Donauinselfest oder der Wien-Wahl. Der Informationsanteil werde zudem ausgebaut, da beispielsweise das Magazin "Guten Abend Wien" auf insgesamt drei Stunden verlängert wird. Neu ist auch der "Viennale Donnerstag", der in Kooperation mit dem Filmfestival einmal im Monat ausgewählte Dokumentationen beinhaltet.

"Positive Berichte" statt zuspitzen

Weitere Programmschwerpunkte umfassen "24 Themen für Wien" sowie österreichische Musik, der mit einer Fortsetzung von Eberhard Forchers "Austrozone", einem Wienerlied-Format sowie "W24 Hits" mehr Raum gegeben wird. Letztlich wolle man "positive Geschichten" bringen, wie Kofler betonte. "Das Zuspitzen kann nicht die Zukunft des Journalismus sein." Stattdessen gelte es, "prozessorientiert und konstruktiv" zu berichten. In "24 Themen für Wien" werden relevante Themen für Wien zur Diskussion gestellt.

Die Produktionskapazitäten für die zusätzlichen Live-Stunden - derzeit belaufen sich diese auf knapp 300 pro Jahr - werde man mit der eigenen, insgesamt 43 Köpfe umfassenden Mannschaft sowie einem fixen Team von freien Mitarbeitern stemmen. Dabei spielt laut W24-Chefredakteur Kurt Raunjak die Weiterentwicklung der Technik dem Sender in die Hände. "Wir brauchen keinen Übertragungswagen, sondern können das Material direkt vom Laptop schicken." Was die Reichweite des Senders betrifft, so würde Kotlowski "gerne die Schallmauer von 100.000 regelmäßigen Zuschauern" durchbrechen. "Dann würden wir gut mitspielen."

"20 Prozent über Plan"

Gestärkt soll dieses Vorhaben auch durch die Vermarktungsplattform R9 für regionale TV-Anbieter werden. Ein Jahr nach Gründung zog Kotlowski ein positives Resümee: "Unser Businessplan sieht bis 2015 einen Umsatz von einer Mio. Euro vor." Mit Ende des Jahres liege man bei 600.000 Euro und damit "20 Prozent über Plan", der Break-Even ist nach drei Jahren geplant. Aus seiner Sicht konnte man "die regionale Nische im österreichischen TV glaubwürdig besetzen".

Dies zeige sich auch anhand sechs heimischer Großkunden wie ÖBB oder Post, die bisher im regionalen TV in dieser Form nicht geworben haben. Die technische Reichweite der Sender im Verbund betrage derzeit zwei Mio. Haushalte, knapp 900.000 Zuseher schalten regelmäßig zu. Eine eigene Auswertung für das gemeinsame Nachrichtenformat "Österreich Blick" stellte Kotlowski für das kommende Jahr in Aussicht. Dann gibt es auch eine neue Vertriebsleitung: Paul Leitenmüller, zuletzt beim Branchenmedium "medianet", wird diese Funktion künftig übernehmen.

W24 läuft im Kabelnetz von UPC sowie online und als mobiler Live-Stream über w24.at. Laut eigenen Angaben bietet der Sender mit 6.000 Produktionen Österreichs größte Mediathek. Die Videos sind - im Gegensatz zum ORF etwa - unbegrenzt verfügbar. (APA, red, 24.9.2014)

  • "Guten Abend Wien" - von Montag bis Freitag täglich von 18 bis 21 Uhr - kommt aus einem neuen Studio.
    foto: w24

    "Guten Abend Wien" - von Montag bis Freitag täglich von 18 bis 21 Uhr - kommt aus einem neuen Studio.

  • V.l.n.r.: Wien Holding-Geschäftsführer Marcin Kotlowski, Eva Pölzl, Moderatorin der R9-Sendung "Österreich Blick", und Niko Pelinka, der mit der Kobza Media Gruppe an R9 beteiligt ist.
    foto: w24

    V.l.n.r.: Wien Holding-Geschäftsführer Marcin Kotlowski, Eva Pölzl, Moderatorin der R9-Sendung "Österreich Blick", und Niko Pelinka, der mit der Kobza Media Gruppe an R9 beteiligt ist.

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