Ein Sturschädel lässt sich erweichen

24. September 2014, 17:11
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Regisseurin Rose Bosch lässt in ihrem Film "Ein Sommer in der Provence" kaum ein Klischee aus, um vor idyllischer Landschaft den Konflikt der Generationen nicht sonderlich ernst nehmen zu müssen

Wer auf den anderen zugehen möchte, muss einen ersten Schritt setzen. Wer jedoch eine gefühlte Ewigkeit in der Provence als Olivenbauer verbracht hat, kann dies möglicherweise deshalb nicht, weil er nicht nur körperlich unbeweglich geworden ist. Als seine drei Enkel einen langen Sommer bei ihm verbringen müssen, gibt Paul (Jean Reno) seinen Unmut der renitenten Pariser Jugend gegenüber deutlich zu erkennen. Während die Oma (Anna Galiena) auf Harmonie und Brückenschlag bedacht ist, gefällt sich Paul in der Rolle des Sturschädels - bis er zur Rettung des Nachwuchses natürlich doch über seinen Schatten und auf sein altes Motorrad springt.

Regisseurin und Drehbuchautorin Rose Bosch lässt in "Ein Sommer in der Provence / Avis de mistral" kaum ein Klischee aus, um vor idyllischer Landschaft den Konflikt der Generationen nicht sonderlich ernst nehmen zu müssen. Deshalb sind Pauls Freunde aus den Hippiejahren auch nicht durch jene aus sozialen Netzwerken zu ersetzen, und auf den Enkelbub wartet die Dorfschönheit als erste Liebe. (pek, DER STANDARD, 25.9.2014)

  • Provenzalischer Olivenbauer zeigt Fürsorge: Jean Reno (li.) und Lukas Pelissier.
    foto: filmladen

    Provenzalischer Olivenbauer zeigt Fürsorge: Jean Reno (li.) und Lukas Pelissier.

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