Mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer in Mali sollen Geisel enthauptet haben

24. September 2014, 14:00
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Wegen Kooperation mit französischen Truppen

Bamako/Paris - Ein in Mali verschleppter Tuareg ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen von mutmaßlichen Verbündeten der Al-Kaida enthauptet worden. Insgesamt seien in der vergangenen Woche fünf Männer verschleppt worden, die angeblich Informanten der französischen Truppen in der Region seien, hieß es am Mittwoch in den Kreisen weiter. Die Entführer gehörten demnach zur Islamisten-Gruppe AQIM.

Bewohner des Dorfes Zouera etwa 80 Kilometer nördlich von Timbuktu berichteten, vier Männer seien freigelassen worden. Vom fünften Entführten sei der Kopf gefunden worden. Die Familie des Opfers teilte mit, sie hätten auch den Rest der Leiche geborgen. Weitere Einzelheiten gab sie nicht bekannt.

Frankreich geht seit dem vergangenen Jahr mit etwa 3.000 Soldaten gegen Islamisten in der Sahel-Zone vor. Diese hatten zeitweilig zwei Drittel der ehemaligen französischen Kolonie Mali unter ihre Kontrolle gebracht, nachdem die Regierung nach einem Aufstand der Tuareg fiel. Es war die vierte derartige Rebellion innerhalb von 50 Jahren. Die Regierung Malis verhandelt gegenwärtig mit den Tuareg über ein Friedensabkommen. (APA, 24.9.2014)

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