Frankfurter Buchmesse: 108 Verlage aus Österreich dabei

24. September 2014, 13:09
posten

Neuerlicher Rückgang bei teilnehmenden Ausstellern - IG Autorinnen und Autoren machen Amazon-Proteste zum Thema - Heinrich Steinfest auf Shortlist für Deutschen Buchpreis

Frankfurt am Main/Wien - Der mediale Wandel und die Proteste gegen den US-Versandhändler Amazon bestimmen den diesjährigen Auftritt der IG Autorinnen und Autoren auf der Frankfurter Buchmesse. So gibt es neben 19 Stunden "Literadio" ein eigenes Messeplakat, eine Postkartenreihe und zwei Diskussionen zum Thema. Bei der Zahl teilnehmender heimischer Verlage gibt es mit 108 Ausstellern indes einen neuerlichen Rückgang.

29 der 108 Verlage, die von 8. bis 12. Oktober in Frankfurt ihre Programme vorstellen, präsentieren sich am heimischen Gemeinschaftsstand, wie der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) vermeldet. 2013 waren es noch 130 Aussteller aus Österreich gewesen, 2011 gar 158 Verlage.

Eröffnet wird der österreichische Gemeinschaftsstand am ersten Messetag um 11 Uhr durch Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ), weiters sprechen der Wirtschaftsdelegierte der WKO in Frankfurt, Michael Love, sowie HVB-Präsident Benedikt Föger. Letzterer betont in einer Aussendung den Stellenwert der Frankfurter Buchmesse für heimische Verlage, komme diesen doch "jedes Jahr aufs Neue ein überproportionaler Stellenwert zu, wenn sie auf Augenhöhe mit den großen internationalen Verlagskonzernen ihre engagierten Programme, Autorinnen und Autoren und Bücher präsentieren". Am Abend lädt das Bundeskanzleramt zum Österreich-Empfang in die Villa Bonn.

IG Autorinnen Autoren zum Medienwandel

Neben dem Stand des HVB, der gemeinsam mit der Außenwirtschaft Österreich und vom Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft betrieben wird, präsentiert der Stand der IG Autorinnen Autoren rund 600 literarische Neuerscheinungen österreichischer Autoren aus österreichischen Verlagen an ihrem Gemeinschaftsstand. Erneut werden in Kooperation mit dem Verband Freier Radios Österreich Lesungen auf der "literadio"-Bühne gesendet und via Livestream online übertragen. Unter dem Titel "Im Innersten", der sich auch auf einem eigens gestalteten Messeplakat findet, werden Medienwandel und Amazon u.a. mit einem Gespräch zu "Medienwandel? Der ORF gibt (sein Funkhaus) auf" und der Podiumsdiskussion "Autor/inn/en gegen Amazon - warum?" thematisiert.

Mit Heinrich Steinfest hat zwei Jahre nach Clemens Setz erneut ein österreichischer Autor Chancen auf den Deutschen Buchpreis, der auf der Messe vergeben wird. Mit seinem bei Piper erschienenen Roman "Der Allesforscher" schaffte es der in Australien geborene, in Wien aufgewachsene und in Stuttgart lebende Steinfest als einziger heimischer Autor in die engste Auswahl. Bereits 2006 stand er mit "Ein dickes Fell" auf der Longlist. (APA, 24.9.2014)

Share if you care.