Die Uhren der Woche: Fünf Modelle aus Glashütte

Ansichtssache25. September 2014, 10:29
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Auferstanden aus den Ruinen der Planwirtschaft, hat sich Glashütte wieder als Zentrum der deutschen Uhrmacherkunst etabliert - fünf Schmankerln, die garantiert sächseln

foto: hersteller

Großer Tag

Glashütte Original - Hervorgegangen aus dem Volkseigenen Betrieb(VEB) Glashütter Uhrenbetriebe hat sich Glashütte Original mithilfe der Swatch Group zu einer Manufaktur von 95 Prozent Fertigungstiefe entwickelt. Selbstredend wurde auch der sehr klassisch anmutende Senator Chronograph Panoramadatum im Hause erdacht und wird auch dort gefertigt. Zentrale Stoppsekunde, 30-Minuten- und 12-Stunden-Zähler mit Flyback-Mechanismus, kleine Sekunde, Gangreserveanzeige (70 Stunden) und das Panoramadatum werden vom neuen Chronografen-Kaliber 37-01 bewegt. Die Rotgold-Version (42 Millimeter) kostet 25.800 Euro.

www.glashuette-original.com

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Eigenes Kaliber

A. Lange & Söhne - 1990, exakt 145 Jahre nach der Erstgründung, kam die Ausnahmemanufaktur A. Lange & Söhne wieder in ihre alte Heimat Glashütte zurück. 1815 heißt dieser edle Zeitmesser. Die Jahreszahl ist das Geburtsjahr des Gründers. In dem 38,5-Millimeter-Weißgold-Gehäuse tickt das Handaufzugskaliber L051.1 (55 Stunden Gangreserve). Traditionelle Lange-Merkmale zeigen sich beim Blick durch den Saphirglasboden: unter anderem Dreiviertelplatine, handgravierter Unruhkloben und Schwanenhalsfeder: 21.200 Euro.

www.alange-soehne.com

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Neue Linie

Moritz Grossmann - Der Name Moritz Grossmann ist fest mit der Entwicklung der Glashütter Uhrenindustrie im 19. Jahrhundert verbunden. 2008 wurde die Marke wiederbelebt, sie knüpft heute an die große Uhrmachertradition vergangener Zeiten an. Die hier gezeigte Atum ist die zweite Uhrenlinie der Manufaktur. In ihr werkt das Handaufzugskaliber 100.1, unter anderem mit dem hauseigenen Schwingsystem, der Grossmann'schen Unruh. Die Weißgoldversion mit anthrazitfarbenem Zifferblatt kostet 25.300 Euro.

www.grossmann-uhren.com

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Gerade Entwicklung

Nomos Glashütte - Konsequent hat die 1990 gegründete Uhrenmarke Nomos Glashütte ihre Entwicklung hin zur vollwertigen Manufaktur betrieben. Heuer haben die Sachsen gar ein eigenes Schwingsystem vorgestellt, das innerhalb der Branche und der Fachmedien hohe Wellen schlug. Die hier gezeigte Ahoi Atlantik Datum ist ein schönes Beispiel für die geradlinige Formensprache von Nomos. In dem 40-mm-Stahlgehäuse tickt das Manufakturkaliber Zeta (Automatik, kleine Sekunde, großes Datum). Der Zeitmesser kostet 2800 Euro.

www.nomos-glashuette.com

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Seltene Spielart

Mühle-Glashütte - Die Ursprünge des Glashütter Familienunternehmens gehen auf das Jahr 1869 zurück. In DDR-Zeiten verstaatlicht, wurde es nach der Wiedervereinigung neugegründet. Mit den Modellen der Manufakturlinie R. Mühle & Sohn, ausgestattet mit den hauseigenen Handaufzugskalibern RMK 01 und RMK 02, schlägt Mühle-Glashütte ein neues Kapitel auf. So glänzt die Robert Mühle Auf/Ab Gold (44 Millimeter) unter anderem mit einer seltenen Spielart der Glashütter Deckplatine, einer Dreifünftelplatine. 16.000 Euro

www.muehle-glashuette.de

(Rondo, DER STANDARD, 26.9.2014)

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