Pröll will Jungärzte mit Geld und Kleidung nach Niederösterreich locken

24. September 2014, 12:19
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Wer in Niederösterreich das letzte Jahr im Medizinstudium verbringt, erhält künftig 650 Euro pro Monat

Seit dem Sommer müssen angehende Mediziner erstmals das klinisch-praktische Jahr absolvieren. Als Teil ihrer Ausbildung sind Medizinstudenten im letzten Studienjahr dazu verpflichtet, 35 Wochenstunden in einem Spital zu arbeiten und dort ärztliche Tätigkeiten und Journaldienste zu übernehmen.

Die Studenten führen dabei etwa Blutabnahmen durch oder leisten Assistenztätigkeiten im OP. Forderungen nach einer entsprechenden Aufwandsentschädigung blieben bisher ungehört.

Land Niederösterreich zeigt sich großzügig

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) stellt nun jährlich 2,5 Millionen Euro für jene Jungärzte zur Verfügung, die das klinisch-praktische Jahr in einer niederösterreichischen Klinik absolvieren.

"Die finanzielle Unterstützung und ein möglichst positiver Eindruck vom Arbeitsumfeld in den niederösterreichischen Landeskliniken sollen sie dazu motivieren, als künftige Ärztinnen und Ärzte in Niederösterreich zu arbeiten und so unsere Gesundheitsversorgung zu stärken", begründete Pröll in einer Aussendung den Schritt.

Das "Unterstützungspaket" sieht mehrere Maßnahmen vor: Für das klinisch-praktische Jahr erhalten Studierende einen Betrag von 650 Euro pro Monat. Weiters werden die Dienstkleidung sowie ein Gratismittagessen zur Verfügung gestellt. (red, derStandard.at, 24.9.2014)

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