Promotion - entgeltliche Einschaltung

Doppelte Belastung, doppelter Profit

24. September 2014, 11:32

Berufsbegleitend zu studieren ist eine große Herausforderung. Doch das Engagement zahlt sich aus, erzählen Studierende der FH OÖ.

Berufstätige, die nebenbei studieren, sind doppelt gefordert, wissen die FH Oberösterreich-Studenten Benedict Bleimschein, Benjamin Kaiser und Benjamin Kofler. Dennoch haben sie den Schritt gewagt – und es nicht bereut.

Zeitmanagement ist der Schlüssel

Benedict Bleimschein absolviert den Master "Information Engineering und -Management" in Hagenberg, denn "die zusätzliche Ausbildung ermöglicht mir berufliche Flexibilität und Unabhängigkeit", sagt er. Er sieht das berufsbegleitende Studium auch als einen wichtigen Teil der Persönlichkeitsentwicklung: "Das Meistern dieser Herausforderung trägt dazu bei, mich organisatorisch und persönlich aufs nächste Level zu entwickeln."

Die Doppelbelastung meistert er durch gutes Zeitmanagement. "Es ist wichtig, eine Balance zwischen Arbeit, Studium, Regeneration und sozialem Leben zu finden", erklärt er. Vor allem in der Prüfungszeit bleibe ihm wenig Zeit für die Familie und Freunde, weshalb er darauf achte, nach stressigen Phasen wieder mehr Zeit für Privates zu finden.

Flexible Arbeitgeber

Unterstützung, Studium und Job zu meistern, findet Bleimschein auch bei seinem Arbeitgeber, dem international erfolgreichen und von FH OÖ-Absolventen gegründeten Unternehmen Runtastic. "Als Arbeitgeber profitieren wir vom aktuellen Wissen, das den Studierenden vermittelt wird, und von der guten Vernetzung mit den FHs und Universitäten," sagen die vier Gründer. Deswegen biete Runtastic seinen MitarbeiterInnen, die nebenbei studieren, auch flexibel gestaltbare Arbeitszeiten und Vertragsverhältnisse sowie die Möglichkeit zur Telearbeit.

Sofort anwendbares Wissen

Bei Runtastic kann Bleimschein im Master erworbenes Know-how oft bereits am nächsten Tag anwenden, und "ich gewinne dabei neue Perspektiven, kann neue Ideen in die Entwicklung von Projekten einbringen", erzählt er.

Die gleiche Erfahrung haben Benjamin Kaiser und Benjamin Kofler gemacht, die den Bachelor Mechatronik/Wirtschaft in Wels berufsbegleitend absolvieren. "Unser Studium beschäftigt sich mit vielen Bereichen und einige Inhalte lassen sich sofort im Beruf umsetzen", sagen die beiden.

Praktikum auch im Ausland

Kaiser und Kofler nutzten auch die Gelegenheit, im Rahmen des FH-Studiums andere Länder, Menschen und Arbeitsmethoden kennen zu lernen. Sie haben sich im Job seit Februar eine Auszeit genommen, um ein Praktikum im Applied Energy Research Lab am Nova Scotia Community College in Kanada zu absolvieren.

"Wir haben einen Testaufbau samt Testprogramm entwickelt, mit welchem wir verschiedene Phasenwechsel-Materialien wie Wasser, Paraffin-Wachs oder Laurinsäure testen können. Diese Materialien haben die Eigenschaft, dass sie neben ihrer fühlbaren sensitiven Energie auch latente Energie speichern, welche beim Phasenübergang frei wird", erklären die beiden ihre Arbeit an der Effizienzsteigerung von Solar-Warmwasser-Anlagen.

Da stellt sich bald die Frage, wie man Arbeit, Studium, Auslandspraktikum und vielleicht auch noch Familie und Freizeit unter einen Hut bekommen kann. "Man sollte abwägen, was einem das Studium bringt und welchen Aufwand es bedeutet", raten Kaiser und Kofler all jenen, die überlegen, ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren – und man solle vor allem vorab alles gut planen.

Die FH OÖ bietet aktuell fünf berufsbegleitende Studiengänge im Bereich Technik am Campus Wels und drei (ab 2015 vier) im Bereich Informatik am Campus Hagenberg an.

Weitere Infos: www.fh-ooe.at/berufsbegleitend-studieren

  • Benjamin Kaiser (li) und Benjamin Kofler (mi) studieren berufsbegleitend Mechatronik/Wirtschaft und absolvieren ein Auslandspraktikum an der Novia Scotia University in Kanada.
    foto: fh oö

    Benjamin Kaiser (li) und Benjamin Kofler (mi) studieren berufsbegleitend Mechatronik/Wirtschaft und absolvieren ein Auslandspraktikum an der Novia Scotia University in Kanada.

  • Benedict Bleimschein absolviert nebenberuflich den Master Information Engineering und -Management in Hagenberg, weil es die ideale Ergänzung zu seinem Job bei runtastic ist und ihm berufliche Unabhängigkeit ermöglicht.
    foto: jakob lehner

    Benedict Bleimschein absolviert nebenberuflich den Master Information Engineering und -Management in Hagenberg, weil es die ideale Ergänzung zu seinem Job bei runtastic ist und ihm berufliche Unabhängigkeit ermöglicht.

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