Philippinische Islamisten drohen mit Enthauptung deutscher Geiseln

24. September 2014, 14:19
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Lösegeldforderung und 15-Tage-Frist für Rückzug Deutschlands aus Allianz gegen IS-Terrormiliz

Die separatistische islamistische Terrororganisation Abu Sajaf aus dem Süden der Philippinen droht in einem auf Twitter veröffentlichten Schreiben mit der Enthauptung zweier deutscher Geiseln. Sie fordert 4,37 Millionen Euro Lösegeld sowie den Rückzug Deutschlands aus der Allianz der IS-Gegner. In 15 Tagen laufe dieses Ultimatum ab.

Die Mitglieder von Abu Sajaf, die für einen eigenen islamistischen Staat auf den Philippinen kämpfen, haben sich jüngst als Unterstützer der IS-Terrormiliz deklariert.

Polizei prüft Forderungen

Die deutschen Gefangenen, ein 71-jähriger Mann und eine 55-jährige Frau, wurden bereits im April von ihrer Jacht in der Nähe der Insel Jolo entführt.

"Wir prüfen, ob es neue Forderungen gibt", sagte am Mittwoch ein Polizeisprecher in Manila. Die deutsche Botschaft in Manila wollte sich nicht zu den Berichten äußern. Die deutsche Regierung keine Veranlassung, ihre Strategie im Kampf gegen die islamistische Terror-Miliz IS zu ändern. Drohungen seien nicht das geeignete Mittel, um Einfluss auf die deutsche Außenpolitik zu nehmen, betonte das Außenministerium in Berlin. (red/APA, 24.9.2014)

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