Immofinanz plant wieder Dividende

24. September 2014, 08:56
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Quartalsverlust von 14 Millionen Euro bestätigt

Wien - Die börsenotierte Immofinanz plant für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 die Dividendenzahlungen wieder aufzunehmen. Die Ausschüttung soll sich auf 0,15 bis 0,20 Euro je Aktie belaufen. Für 2014/15 erwartet der Immokonzern einen "ansteigenden Unternehmenswert". Wie sich die Ukraine-Krise auswirken werde, könne derzeit nicht abgeschätzt werden, teilte der Immokonzern am Dienstagabend mit.

In der Aussendung bestätigt die Immofinanz auch ihre bereits in der Vorwoche bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen für das erste Quartal. Demnach wurde ein Konzernverlust von 14 Mio. Euro eingefahren. Im Vorjahresquartal war es noch ein Gewinn von 119,8 Mio. Euro. Ausschlaggebend waren dafür vor allem negative Effekte aus der währungsbedingten Neubewertung des Immobilienvermögens, die auf die Rubel-Aufwertung zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis sank um 6,5 Prozent auf 90,9 Mio. Euro, die Mieterlöse verringerten sich von 126,1 auf 117,6 Mio. Euro.

Equity Bridge

Für das laufende Geschäftsjahr plant die Immofinanz sowohl die Finanzierung mit eigenen Aktien (rund 150 Mio. Euro) als die sogenannte "Equity Bridge" (260,0 Mio. Euro) zurückzuzahlen. Letzteres ist jene Finanzierung, die für die Zeichnung der Buwog-Wandelanleihe aufgenommen wurde. "Damit wird eine deutliche Reduktion der Finanzierungskosten einhergehen. Die Rückführung der mit eigenen Aktien besicherten Finanzierung wird zudem die Einziehung dieser Aktien ermöglichen", kündigte CEO Eduard Zehetner an.

Zehetner geht davon aus, dass sich die Kernmärkte der Region weiterhin positiv entwickeln und von einer schrittweisen Erholung der Wirtschaft profitieren. Die geopolitischen Spannungen in der Ukraine sowie die drohende Ausweitung der Sanktionen gegenüber Russland stellen allerdings Unsicherheitsfaktoren dar, heißt es weiter. In welchem Ausmaß sich die Krise in der Ukraine auf die kommerzielle Entwicklung der Immofinanz-Zielmärkte - allen voran Russland - auswirken werde, könne derzeit nicht abgeschätzt werden.

Grundsätzlich seien die Mieteinnahmen des russischen Portfolios in den Währungen Euro oder US-Dollar fixiert. Ein anhaltender Wertverfall des Rubels verschlechtere allerdings die Kostenverhältnisse für die Mieter. "Wie bereits im Geschäftsbericht 2013/14 erwähnt, wurden mit einzelnen Mietern in den Moskauer Einkaufszentren daher zeitlich begrenzte Vereinbarungen getroffen, um deren wechselkursbedingte Mehrkosten bei der Miete abzufedern und so ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Dies hat sich auch bereits während der Finanzkrise 2008/09 als nachhaltige Vorgehensweise erwiesen", so die Immofinanz weiter. (APA, 24.9.2014)

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