Schwiegersohn Bin Ladens zu lebenslanger Haft verurteilt

23. September 2014, 17:05
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US-Gericht setzte in Terrorprozess Strafmaß fest

New York - Im einem US-Terrorprozess ist Sulaiman Abu Ghaith, ein Schwiegersohn des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden, am Dienstag vor einem Bundesgericht in New York zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Abu Ghaith war bereits Ende März wegen Verschwörung zur Ermordung von US-Bürgern und Unterstützung von Terroristen schuldig gesprochen worden.

Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der Ehemann der Bin-Laden-Tochter Fatima einst eine herausgehobene Rolle im Terrornetzwerk Al-Kaida spielte. Der aus Kuwait stammenden Imam beteuerte in dem Verfahren seine Unschuld. Der zuständige Bundesrichter Lewis Kaplan sagte bei der Verkündung an die Adresse Ghaiths, nach seiner Einschätzung habe dieser "alles getan, was ihm möglich war, im Auftrag Al-Kaidas Amerikaner zu töten".

Heimlich in USA gebracht

Das Gerichtsgebäude befindet sich nur wenige Straßen vom ehemaligen Standort der Doppeltürme des World Trade Centers entfernt, die bei dem Anschlag 2001 zerstört wurden.

Abu Ghaith, der in Jordanien in einer Geheimoperation festgenommen und heimlich in die USA gebracht wurde, ist eines der wichtigsten Al-Kaida-Mitglieder, die bisher in den USA vor Gericht gestellt wurden. "Unter anderem hat Abu Ghaith andere dazu gedrängt, Bin Laden die Treue zu schwören, er hat in Auftrag und zur Unterstützung von Al Kaida gesprochen und er hat gewarnt, es werde weiter Angriffe wie die vom 11. September 2001 geben", hieß es in der Anklageschrift. (APA/Reuters, 23.9.2014)

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