Fahrassistenzsysteme – wie schlau ist der BMW i3?

Userartikel23. September 2014, 14:59
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User Johannes Liebermann nimmt in seinem neuesten Blogbeitrag die Fahrassistenzsysteme des i3 unter die Lupe

Das Fahren mit dem BMW i-3 ist mittlerweile zur Routine geworden, höchste Zeit einen Schritt weiterzugehen und sich mit den Fahrassistenzsystemen auseinanderzusetzen. Da ich mich beruflich viel mit dem Thema des autonomen Fahrens auseinander setze, möchte ich wissen wie weit der BMW davon noch entfernt ist.

Was ist die Aufgabe von Fahrassistenzsystemen?

Im Allgemeinen sollen Assistenzsysteme den Fahrer nicht beeinflussen, in schwierigen Situationen unterstützen und das Fahren sicherer machen.

Der Tempomat aus der Zukunft

Fangen wir mit dem automatischen Abstandshalter, in der Fachsprache Adaptive Cruise Control genannt, an. BMW nennt sein System auf der ausführlichen Liste der Zusatzausstattungen "Driving Assistant Plus" und verlangt, meiner Meinung nach faire, 996 Euro dafür. Die Bedienung ist durchaus intuitiv: Man stellt zunächst seine gewünschte Geschwindigkeit größer 30km/h mit dem linken Daumen über Tempomat direkt am Lenkrad ein und danach den gewünschten Abstand zum Vorderwagen, welcher beim i3 über ein Kamerasystem und nicht wie bei anderen Autoherstellern von einem Radar erfasst wird. Der Abstand lässt sich in fünf Stufen erweitern bzw. verringern. Findet der i3 keinen Wagen in der Spur vor ihm, beschleunigt er sanft bis zur eingestellten Wunschgeschwindigkeit. Schneidet jemand auf die eigene Spur, bremst der BMW komplett eigenständig bis der zuvor gewählte Abstand eingehalten wird. Dies funktioniert wirklich tadellos solange die Witterungsverhältnisse passen. Bei leichtem Nebel lassen sich so weder der Abstandshalter noch der Tempomat aktivieren.

Diesen Umstand finde ich ein wenig schade, dafür bremst der Wagen wirklich komplett eigenständig auf null herunter und fährt auch von alleine wieder an, sobald sich der Vorderwagen wieder in Bewegung setzt. In Wien ist die automatische Beschleunigung jedoch viel zu moderat, um im Stadtverkehr mitschwimmen zu können. Angenehm ist, dass der Wagen nicht nur andere Fahrzeuge sondern auch Personen erkennt und vor einer Kollision automatisch anbremst und akustisch warnt.

Automatisches Lenken

BMW nennt dieses Feature "Stauassistent". Dieses System ermöglicht das automatische Nachfahren bis zu 40km/h und dies nur auf der Autobahn. Dies wird übrigens vom 2.004 Euro teuren Navi kontrolliert. In Österreich muss man rechtlich beide Hände am Lenkrad haben, was ebenfalls vom Lenkrad überwacht wird, damit der Stauassistent funktioniert. Durch diese, sagen wir, Limitierungen hält sich das Wow-Erlebnis eher in Grenzen.

Wie sieht das Fazit aus?

Driving Assistant Plus ist keineswegs neu, der 7er BMW hatte ACC schon in den 90ern an Bord, es hat sich aber durchaus über die Jahre zum Positiven weiterentwickelt. Genau so stelle ich mir einen gut funktionierenden und einfach zu bedienenden automatischen Abstandshalter vor.

Hinweis: Die Autos wurden von den jeweiligen Herstellern für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt, der Kooperationspartner Smatrics bietet den Strom für die Elektrofahrzeuge an. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Users wieder.

  • Alles im Griff: Fahrassistenzsysteme lassen sich mit dem Daumen bedienen.
    foto: bmw austria

    Alles im Griff: Fahrassistenzsysteme lassen sich mit dem Daumen bedienen.

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