Vermögen der Österreicher wächst kaum

23. September 2014, 11:38
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Die Österreicher hatten 2013 den geringsten Vermögenszuwachs in Westeuropa, sind beim Netto-Geldvermögen aber noch Top

Wien/München - Die Österreicher hatten im Vorjahr den geringsten Vermögenszuwachs in Westeuropa, gehören beim Netto-Geldvermögen aber noch immer global zu den Top-Ländern. Weltweit hat die Mittelschicht stark zugenommen, in der untersten Einkommensklasse gab es aufgrund des starken Bevölkerungswachstums eine Stagnation. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Vermögensreport der Allianz-Versicherung hervor.

"Die niedrigen Zinsen hinterlassen auch in Österreich ihre Spuren: Es wird um rund 65 Prozent weniger gespart als 2007", so Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz-Gruppe in Österreich. Mehr noch: "In Österreich wuchs das Brutto-Geldvermögen im vergangenen Jahr um magere 1,4 Prozent - das ist der niedrigste Wert in Westeuropa."

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten. "In keinem anderen westeuropäischen Land war die Schuldenstandsquote - Verbindlichkeiten in Prozent der Wirtschaftsleistung - Ende 2013 so niedrig wie hierzulande", rechnete Littich vor. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag demnach mit 19.770 Euro signifikant unter dem regionalen Durchschnitt von 24.730 Euro. Beim Netto-Geldvermögen pro Kopf (Brutto-Geldvermögen abzüglich Verbindlichkeiten) liegt Österreich mit 43.740 Euro im globalen Vergleich auf Platz 17, einen Rang hinter Deutschland. Diese Liste wird seit Jahren mit großem Abstand von der Schweiz mit 146.540 Euro angeführt.

Mittelschicht wächst

Global betrachtet hat die Mittelschicht stark zugelegt. Seit dem Jahr 2000 hat sich jener Teil der Bevölkerung, der im globalen Maßstab über ein mittleres Vermögen - zwischen 5.300 und 31.800 Euro - verfügt, in Lateinamerika verdoppelt, in Osteuropa beinahe verdreifacht und in Asien sogar versiebenfacht.

Die untere Vermögensklasse (durchschnittliches Netto-Geldvermögen pro Kopf von weniger als 5.300 Euro) ist mit rund 3,5 Milliarden Menschen in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Allerdings sei dies vor allem eine Folge des hohen Bevölkerungswachstums. "Wird die Entwicklung um diesen natürlichen Anstieg 'bereinigt', wird deutlich, welch immense Aufstiegsgeschichte sich hinter diesen Zahlen verbirgt: Nahezu einer halben Milliarde Menschen ist es in den vergangenen 13 Jahren gelungen, in die globale Vermögensmittelklasse aufzusteigen", so der Versicherer. (APA, 23.9.2014)

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