Weniger Privatkonkurse, mehr Firmenpleiten

23. September 2014, 09:12
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Im laufenden Jahr hat Vorarlberg bisher den stärksten Anstieg bei Firmenpleiten verzeichnet

Wien - Im heurigen Jahr wurden in den ersten neun Monaten (hochgerechnet) 6.369 Privatkonkurse eröffnet, das ist ein Rückgang von fast 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Firmeninsolvenzen gab es mit 4.126 Pleiten ein Plus von zwei Prozent. Spitzenreiter war die Baubranche. Sowohl bei den Firmen- wie Privatinsolvenzen hat sich die Lage zuletzt verschlechtert.

Sinkende Insolvenzzahlen bedeuten nicht automatisch, dass es den Schuldnern besser geht - denn wenn gar nichts mehr vorhanden ist, dann kann auch nicht entschuldet werden. "Ohne Geldleistung an die Gläubiger ist nach geltendem Recht in Österreich eine Entschuldung nicht möglich", so Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner vom KSV1870.

Auffällig ist, dass bei den Firmenpleiten die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten um 64 Prozent zurück ging. Die Zahl der betroffenen Dienstnehmer ging seit Jahresbeginn um 38 Prozent zurück. Die größte Pleite heuer war die Insolvenz der Kabel X Vermarktungs GesmbH in Waidhofen/Ybbs mit 175 Mio. Euro. Den stärksten Zuwachs im Bundesländervergleich gab es in Vorarlberg mit 17 Prozent. (APA, 23.9.2014)

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    foto: apa
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