Deutscher Arzt soll bewusstlose Patientinnen missbraucht haben

22. September 2014, 16:02
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Verdacht gegen Mediziner erhärtete sich in zwölf Fällen

Bamberg - Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Patientinnen gegen einen Bamberger Klinikarzt hat sich erhärtet. Wie die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium am Montag mitteilten, soll der Arzt zwölf Frauen im Alter von 17 bis 28 Jahren Beruhigungsmittel in hoher Dosis gespritzt und sie teilweise mehrfach missbraucht haben.

Der Tatverdacht habe sich in 15 Einzelfällen bestätigt. Der Haftbefehl sei am Montag entsprechend erweitert worden.

Unter dem Vorwand einer wissenschaftlichen Studie soll der leitende Arzt die Frauen betäubt und danach sexuell missbraucht haben. Polizisten nahmen den 48-jährigen Krankenhausarzt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs und der gefährlichen Körperverletzung Mitte August fest.

Auf die Spur kamen die Ermittler dem Arzt durch die Anzeige einer jungen Frau. Diese hatte freiwillig an einem von dem Mediziner ausgeschriebenen vermeintlichen Forschungsprojekt teilgenommen. Ohne ihr Wissen und ohne sie darüber aufzuklären, soll der Arzt ihr während der Untersuchung eine Substanz verabreicht haben, durch die die Frau zeitweise bewusstlos wurde. Eine Blutuntersuchung der Frau habe das Verabreichen der Substanz bestätigt. Der Arzt soll die Frau in ihrem bewusstlosen Zustand missbraucht haben. (APA, 22.9.2014)

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