Oculus-Chef zum "Minecraft"-Kauf: "Welch Ironie!"

22. September 2014, 15:18
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Brandon Iribe liefert Retourkutsche an Mojang-Gründer Markus Persson

Vor einigen Monaten verkündete Facebook die Übernahme des Unternehmens Oculus VR, Entwickler der VR-Brille Oculus Rift. Ein Deal, der von der Spielergemeinde nicht unkommentiert blieb. Nicht wenige warfen Oculus Verrat an eigenen Idealen vor, da sich der Erfolg des Startups unter anderem auf einer Crowdfunding-Kampagne gegründet hatte.

"Facebook macht mir Angst"

Zu den vokalsten Kritikern der zwei Milliarden schweren Übernahme zählte Markus Persson. Der auch unter dem Pseudonym "Notch" firmierende Schwede ist seinerseits Erfinder von "Minecraft" und als solcher Mitgründer des Entwicklerstudios Mojang.

"Facebook macht mir Angst", erklärte er damals auf Twitter und verkündete, dass die Gespräche über eine offizielle Unterstützung der Oculus Rift in "Minecraft" seinerseits abgebrochen seien. Spieler blieben dafür also weiterhin auf die Fan-Modifikation "Minecrift" angewiesen.

Retourkutsche

Vor einigen Tagen nun sorgte ein anderer Deal für einen Knalleffekt. IT-Riese Microsoft holte sich Mojang für kolportierte 2,5 Milliarden Dollar. Persson, der zugab, vom Erfolg des Spiels überrumpelt worden zu sein, sowie die anderen Gründer verlassen das Unternehmen.

Oculus-Chef Brandon Iribe ließ es sich nun bei der Vorstellung des dritten Prototyps der VR-Brille (Arbeitstitel: Crescent Bay") nicht nehmen, eine Retourkutsche zu liefern. Er beglückwünschte Microsoft auf der Bühne zum Mojang-Kauf, nicht ohne den netten Worten noch ein "Welch Ironie!" anzuhängen. Der Ausschnitt von Iribes Keynote kann bei Kotaku nachgesehen werden. (gpi, derStandard.at, 22.09.2014)

  • Oculus-CEO Iribe erlaubte sich einen Seitenhieb auf "Notch".
    foto: reuters

    Oculus-CEO Iribe erlaubte sich einen Seitenhieb auf "Notch".

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