Rothschild soll IPO von Bayer-Sparte organisieren

22. September 2014, 14:39
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Insider: Investmentbank soll helfen, begleitende Banken auszuwählen

Leverkusen - Die Investmentbank Rothschild soll Insidern zufolge den geplanten Börsengang der Kunststoff-Sparte von Bayer vorbereiten. Bayer MaterialScience (BMS) soll abgespalten und im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden. Rothschild soll die Transaktion vorbereiten und dabei helfen, die begleitenden Banken auszuwählen, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen am Montag sagten.

Bayer hat sich noch nicht entschieden, ob es einen regulären Börsengang geben soll oder ob die Aktien an die Bayer-Aktionäre weitergereicht werden sollen (Spin-off). Letzteres hatte Siemens mit seiner Lichtsparte Osram gemacht, weil sich deren Aktien schwer bei neuen Investoren platzieren ließen. Bayer und Rothschild wollten sich nicht dazu äußern.

Der Börsengang von BMS dürfte erst nach der Sommerpause 2015 über die Bühne gehen, sagten die Insider. Dabei könnten zunächst 25 Prozent der BMS-Aktien an die Börse gebracht werden. Auch eine Kombination von Börsengang und Spin-off sei denkbar. Bayer hat sich 12 bis 18 Monate für die Ausgliederung Zeit gegeben. Der Börsengang dürfte in Frankfurt über die Bühne gehen, obwohl Spezialchemie-Anbieter wie BMS in den USA oft höhere Bewertungen genießen. Bayer-Chef Marijn Dekkers will mit der Trennung von BMS Geld freischaufeln, um verstärkt in das Arzneimittel-, Tiermedizin- und Pflanzenschutz-Geschäft investieren zu können. (APA, 22.9.2014)

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