Klagenfurt und Villach machen bei Eishallen Druck

22. September 2014, 14:19
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Bürgermeister Scheider und Manzenreiter fordern Umbau der Hallen von KAC und VSV - Land Kärnten soll sich mit 50 Prozent an Kosten beteiligen

In selten trauter Einigkeit haben am Montag die Bürgermeister der Kärntner Städte Klagenfurt und Villach, Christian Scheider (FPÖ) und Helmut Manzenreiter (SPÖ), an das Land appelliert, für den Umbau der Eishallen der EBEL-Clubs KAC und VSV Geld locker zu machen. "Die Zeit drängt", sagten die beiden Politiker bei einer Pressekonferenz unisono. Im März 2015 finden in Kärnten Kommunalwahlen statt.

Die beiden Kärntner Eishockey-Traditionsvereine stellten sich demonstrativ hinter ihre Bürgermeister. "Wir müssen vor allem bei der Infrastruktur dringend etwas tun. Ich habe vor 28 Jahren bei der KAC-Jugend gespielt, die Umkleidekabinen sehen heute noch aus wie damals", sagte der Ex-KAC-Profi und nunmehrige KAC-Manager Oliver Pilloni. VSV-Obmann Giuseppe Mion sah auch dringlichen Handlungsbedarf: "Wir sind der einzige Liga-Verein mit nur einer Eisfläche. Wenn sich nicht bald etwas ändert, wird es schwer, den Nachwuchs beim Verein zu halten."

Nachwuchsschmieden

Sowohl beim KAC als auch beim VSV wird stark auf Nachwuchsarbeit gesetzt. In Klagenfurt trainieren regelmäßig rund 280 Kinder und Jugendliche in zehn Nachwuchsmannschaften. In Villach kommt man auf 250 Nachwuchs-Eishockeycracks in neun Teams.

Die Situation in beiden Städten ist ähnlich: Sowohl in Villach als auch in Klagenfurt sollen die Eishallen an ihren jeweiligen Standorten ausgebaut und modernisiert werden. Die Bauarbeiten sollen in mehreren Etappen - jeweils in den Sommerpausen - durchgeführt werden. In Villach, wo mit Gesamtkosten von rund 25 Mio. Euro gerechnet wird, sollen unter anderem eine Trainingshalle und eine Tiefgarage entstehen. In Klagenfurt, wo in einem ersten Schritt die veralterte Infrastruktur neu gebaut werden soll, rechnet man mit 28 Mio. Euro. Das Land soll sich an beiden Projekten mit 50 Prozent an beteiligen.

"Wir haben Verständnis, wenn beim Land derzeit keine Mittel da sind. Wir möchten aber wissen, wann die Regierung die Beiträge vorsieht, da wir ein Finanzkonzept machen müssen", erklärte Manzenreiter. Dann könnten zumindest die ersten Baustufen bald in Angriff genommen werden. Das Geld seitens des Landes müsse auch nicht sofort fließen. "Eine Vorfinanzierung seitens der Städte ist bei der aktuellen Zinslandschaft durchaus machbar", meine Scheider. Klagenfurt und Villach hätten jedenfalls ihre Vorarbeiten geleistet. Jetzt sei das Land am Zug, sagten die beiden Bürgermeister. (APA, 22.9.2014)

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