Ukraine: Separatisten erwarten langwierigen Friedensprozess 

22. September 2014, 12:25
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Schaffung einer 30 Kilometer breiten entmilitarisierten Zone erfordere viele technische Schritte

Donezk - In der krisengeschüttelten Ostukraine erwarten die prorussischen Separatisten keine rasche Umsetzung der vereinbarten Schritte für eine Lösung des Konflikts. Das Memorandum über die Schaffung einer 30 Kilometer breiten entmilitarisierten Zone erfordere viele technische Schritte, sagte der Separatistenführer Andrej Purgin am Montag.

Straßenblockaden müssten abgebaut, Gebiete entmint, Militärtechnik und Kampfverbände zurückgezogen werden. Das alles dauere seine Zeit, sagte er.

Zeitgleicher Rückzug

Vertreter der Aufständischen und der Regierung in Kiew hatten unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Samstag ein Memorandum unterzeichnet. "Wir sind bereit, alles zu tun. Das Wichtigste ist aber, dass niemand diese Arbeit stört", sagte Purgin. Der ukrainische Sicherheitsrat hatte betont, die Regierungstruppen nur zeitgleich mit den Separatisten 15 Kilometer hinter die Frontlinie zurückzuziehen.

Situation bleibt angespannt

Die Lage in den nicht anerkannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk war weiter gespannt. Einer repräsentativen Umfrage des Moskauer Meinungsforschungsinstituts FOM zufolge erwarten 63 Prozent der Russen, dass die seit mehr als zwei Wochen geltende Waffenruhe nicht von Dauer ist und der Krieg wieder aufflammt. (APA, 22.9.2014)

  • Pro-Russische Separatisten warten auf den Beginn eines vereinbarten Gefangenenaustausches.
    foto: ap photo/darko vojinovic

    Pro-Russische Separatisten warten auf den Beginn eines vereinbarten Gefangenenaustausches.

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