Ehevertrag zwischen Napoleon und Joséphine für 437.500 Euro versteigert 

22. September 2014, 12:00
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Dokument aus dem Jahr 1796 wird künftig im Pariser Musée des Lettres et Manuscrits zu sehen sein

Paris - Der Ehevertrag von Napoleon Bonaparte und Joséphine de Beauharnais ist für 437.500 Euro versteigert worden. Das Dokument vom 8. März 1796 ging am Sonntag bei einer Versteigerung in Rueil-Malmaison im Westen von Paris an das Musée des Lettres et Manuscrits. Es war vom Auktionshaus Osenat angeboten worden.

Bei der Versteigerung wurden auch andere Dokumente aus der Zeit Napoleons angeboten. Darunter waren der Befehl zur Festnahme Napoleons 1794 und der Befehl zu seiner Freilassung elf Tage später. Zudem wechselte ein Brief des Hofmalers Jacques-Louis David für 93.750 Euro den Besitzer, in dem es darum ging, ob Napoleons Mutter auf dem berühmten Krönungsgemälde dargestellt werden sollte, das die Kaiserkrönung von 1804 darstellt und bis heute zu den bekanntesten Gemälden aus dem Pariser Louvre zählt.

Napoleon und seine Verlobte Marie Josephe Rose Tascher de La Pagerie, bekannt als Joséphine de Beauharnais, heirateten am 9. März 1796. In dem Ehevertrag wurde festgehalten, dass es "keinerlei gemeinschaftlichen Besitz zwischen den künftigen Eheleuten" geben werde. Auch könnten beide nicht für "Schulden und Hypotheken" des jeweils anderen verantwortlich gemacht werden. Joséphine war für ihren verschwenderischen Lebenswandel bekannt. Da die Ehe zwischen Napoleon und Joséphine kinderlos blieb, ließ sich der französische Kaiser 1809 scheiden. (APA/red, derStandard.at, 22.9.2014)

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