"Dossier" wehrt sich gegen Dichands Vorwurf der Denunzierung

22. September 2014, 12:18
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"Heute"-Herausgeberin warf der Plattform "schlecht recherchierte Denunzierungen" vor - "Dossier" stellt dem "zehn Fakten" gegenüber

Wien - "Dossier" wehrt sich gegen Vorwürfe der Gratiszeitung "Heute", die Plattform habe den Medien-Zukunftspreis für "schlecht recherchierte Denunzierungen" erhalten. In dem Artikel "Gezielte Denunzierungen" reagiert das Onlinemedium auf die Vorwürfe von "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand, die twitterte, "Dossier" wäre eine "Denunuzierungsplattform".

"Dossier" veröffentlichte zum zehnten Jahrestag der Gratiszeitung ein zehnteiliges Dossier über "Heute", die Werbetätigkeit von Institutionen im Einflussbereich von Werner Faymann und Naheverhältnisse der Zeitung zu Faymann und der SPÖ. Dichand nannte die Informationen in einer langen Aussendung "schlecht recherchierte Denunzierungen". Sie schrieb wie berichtet gar von einer "Schande für die Medienlandschaft".

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Das will "Dossier"-Chefredakteur Florian Skrabal nicht unkommentiert lassen. "Die 'Heute'-Herausgeberin streut bewusst Falschinformationen", reagiert Skrabal in einer Stellungnahme. Dossier.at stellt Dichands Aussendung "zehn Fakten" gegenüber, die seine Recherchen auf den Punkt bringen. Etwa: "Von September 2005 bis November 2006 sind ein von Werner Faymann initiiertes und von ihm stark mit Inseraten unterstütztes Magazin und die Gratiszeitung 'Heute' über die Fidelis Medien- und Verlags GmbH verbunden."

Nummer Acht: "Immer wenn Werner Faymann ein neues Amt antritt, steigen die Anzeigenvolumina seiner Ressorts bzw. der öffentlichen Firmen, für die er verantwortlich zeichnet, in 'Heute'. 'Dossier' nennt das den 'Faymann-Effekt'."

Und: "Im Jahr 2011 zahlen sich die 'Heute'-Gesellschafter rund 32,4 Millionen Euro aus – nachdem sie einen Betrag in ähnlicher Höhe im selben Geschäftsjahr zugeschossen haben." Eine STANDARD-Anfrage nach einer Erklärung dieser Vorgänge, als die Bilanz 2011 im Firmenbuch veröffentlicht wurde, beantwortete Dichand übrigens nicht.

"Dossier" nützt die "zehn Fakten", gleich noch einmal chronologisch durch die Ereignisse auf der Basis seiner Rercherchen zu führen. (red, derStandard.at, 22.09.2014)

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