Darabos - "Kein Grund zur Freude"

21. September 2014, 19:09
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SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos ließ am Sonntag keinen Zweifel an der Unzufriedenheit über das schlechte Abschneiden der SPÖ bei den Vorarlberger Landtagswahlen. Er vermisste den "Transmissionsriemen" bei der Übertragung der SP-Inhalte an die Wähler und sprach von einem "schmerzlichen Ergebnis".

Den Gartenzwerge-Wahlkampf seiner Partei verurteilte er nicht, aber: "Wir sind nicht zufrieden. Das wäre gelogen, wenn ich jetzt behaupten würde, dass wir zufrieden sind", sagte er im ORF-Radio. Wer die Verantwortung für das Wahlergebnis zu tragen hat, ist für ihn klar: SP-Spitzenkandidat Michael Ritsch. Darabos räumte aber ein, dass die SPÖ in Vorarlberg schon immer einen schweren Stand gehabt habe.

Für FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache ist das blaue Ergebnis respektabel. Die Freiheitlichen seien in Vorarlberg von einem historisch hohen Niveau aus gestartet - und hätten dieses auch halten können.

Grüne und Neos feiern

Die Grünen waren angesichts ihres Wahlerfolges in Partylaune. Das Ergebnis stärke die Grünen in der Frage, wie es in Vorarlberg weitergehen solle, freute sich Bundessprecherin Eva Glawischnig. Schwarz-Grün wäre aus ihrer Sicht ein Schritt nach vorn, eine Koalition der ÖVP mit der FPÖ dagegen ein Schritt zurück.

Dazu haben auch die Neos beigetragen. "Die Koalition wird sich nicht ausgehen, aber wir werden ein pinker Stachel sein", sagte Parteichef Matthias Strolz. Und: "Länder, denen es gutgeht, aber in denen die Landeshauptleute einen politischen Haltungsfehler haben. Bei der Wien-Wahl erwarte ich ein ähnliches Ergebnis wie in Vorarlberg." (APA, red, 21.9.2014)

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