Rumäniens Premier kündigte Kandidatur für Präsidentenamt an

20. September 2014, 18:53
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Groß angelegte Feierlichkeiten - Vereinigung mit Republik Moldau und Abrechnung mit politischen Gegnern dominierten Ansprache

Bukarest - Der sozialdemokratische Premier Rumäniens, Victor Ponta, hat am Samstag im Bukarester Stadion "Nationalarena" vor etwa 70.000 Unterstützern und Parteimitgliedern seine Kandidatur im Rennen um das Präsidentschaftsamt feierlich bekannt gegeben. In seiner Ansprache hob Ponta das Ziel der "großen Vereinigung" mit der Republik Moldau (Moldawien) hervor, das er vor einem Jahr noch klar abgelehnt hatte.

Nach drastischen Sparmaßnahmen der Vorgängerregierung seien während seiner Regierungszeit "Pensionen und Gehälter zurückgegeben und Spitäler wiedereröffnet" worden, erklärte der Premier. Jene, die Rumänien geschadet hätten, sollten dafür bezahlen, sagte Ponta.

Er habe vom jetzigen Präsidenten Traian Basescu gelernt, was er als Präsident nicht machen solle, versicherte der Premier. Basescus Amtszeit bezeichnete er in seiner Ansprache mehrmals als "Regime" und hatte sie erst kürzlich mit der Naziherrschaft in Deutschland verglichen.

Ponta versprach einen "Weg der Veränderung" und "die Ruhe und Sicherheit, die wir uns wünschen". Als Leitmotive dienten der Slogan "Stolz, Rumänen zu sein", den die Sozialdemokratische Partei (PSD) bereits bei der Europawahl im Mai eingesetzt hatte, die Staats- und Parteihymnen, rumänische Volkslieder sowie die "Unendliche Säule" des bekannten rumänisch-französischen Bildhauers Constantin Brancusi.

Ponta fungiert seit 2012 als Premierminister und liegt in aktuellen Umfragen zur Präsidentschaftswahl im November mit etwa 57 Prozent deutlich vorne. Sein wichtigster Gegenkandidat, der deutschstämmige Klaus Johannis (Iohannis) von der Nationalliberalen Partei (PNL) käme bei einer Stichwahl derzeit auf rund 43 Prozent. (APA, 20.9.2014)

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