Peter Molyneux: "Microsoft dachte, dass Minecraft Müll ist"

20. September 2014, 16:01
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Spieleschmiede hinter dem Erfolgstitel wurde kürzlich von Microsoft übernommen

Anfang der Woche wurde der schwedische Spielehersteller Mojang von Microsoft übernommen. Ein konkreter Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht, laut einem Reuters-Bericht soll die Akquisition rund 2,5 Milliarden US-Dollar wert gewesen sein. Das bekannteste Game der Spieleschmiede ist Minecraft, das mehr als 54 Millionen Mal verkauft wurde und als eines der erfolgreichsten Videospiele der Gegenwart gilt. Nun wurde bekannt dass gerade Microsoft vor einigen Jahren der Meinung war, dass sich das Spiel nie durchsetzen würde.

"Keine Story, kein Charakter, kein Tutorial"

Dies geht aus einem GamesRadar-Interview mit Game-Designer Peter Molyneux hervor, der an Black & White oder Dungeon Keeper beteiligt und bis zum März 2012 für Microsoft tätig war. Ihm nach war die Grundmeinung bei Microsoft, dass "Minecraft Müll ist". Das Spiel würde "keinen Charakter, keine Story und kein Tutorial" aufweisen und mit "Grafik aus den 80igern" daherkommen, so die Ansicht des Unternehmens. Wann genau ein Umdenken bei der Redmonder Firma einsetzte, konnte Molyneux nicht beantworten.

Selbst "Minecraft"-Erfinder überrascht

Zu Microsofts Verteidigung muss allerdings erwähnt werden, dass selbst "Minecraft"-Erfinder Markus Persson überwältigt von den Ausmaßen seines Spiels war. Er verlässt mit den beiden anderen Mojang-Gründern Jakob Porsér und Carl Manneh Ende des Jahres das Unternehmen. (dk, derStandard.at, 20.09.2014)

  • Microsoft war von Minecraft anfangs nicht überzeugt.
    foto: minecraft

    Microsoft war von Minecraft anfangs nicht überzeugt.

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