US-Senat setzt zehn Millionen Belohnung auf Mörder von Foley und Sotloff aus

20. September 2014, 08:44
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Ägypter bekannte sich in Terrorprozess in New York schuldig

New York - Der US-Senat hat ein Gesetz beschlossen, dass eine Belohnung von zehn Millionen Dollar (7,8 Millionen Euro) für Informationen aussetzt, die zur Ergreifung der Mörder der beiden US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff führen. Das Gesetz, das noch der Zustimmung des Repräsentantenhauses bedarf, aktualisiert ein Programm des Justizministeriums für Belohnungen zur Ergreifung gesuchter Personen.

Die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hatte Ende August und Anfang September Videos veröffentlicht, die die Enthauptung von Foley und Sotloff zeigten. "Eine Art, das Andenken an James Foley und Steven Sotloff zu bewahren, ist, ihre bösen Mörder zur Verantwortung zu ziehen", sagte der Senator Marco Rubio, der das Gesetz eingebracht hatte. "Unser Land hat zwei der Eigenen verloren und wir müssen alles Mögliche tun, um die Terroristen, die diese Gräueltaten begangen haben, zur Verantwortung zu ziehen", sagte die Senatorin Jeanne Shaheen.

Seit 1984 125 Millionen Dollar ausgezahlt

Seit der Schaffung des Rewards for Justice Program des US-Justizministeriums 1984 wurden rund 125 Millionen Dollar ausgezahlt für Informationen zur Ergreifung von mehr als 80 gesuchten Straftätern.

Vor einem New Yorker Gericht bekannte sich indes der Ägypter Adel Abdel Bary mehrerer Vergehen im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen auf US-Botschaften in Afrika schuldig. Der 54-Jährige soll der Vater des Mörders der beiden US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sein.

Bary war bereits jahrelang in Großbritannien inhaftiert, bevor er im Oktober 2012 in die USA ausgeliefert wurde. Der Ägypter führte 1997 und 1998 die Londoner Zelle der ägyptischen Extremistengruppe Islamischer Jhihad von Ayman al-Zawahiri. Die Gruppe ging später im Terrornetzwerk Al-Kaida auf. Nach den Anschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania am 7. August 1998 rief er Journalisten in Europa und dem Nahen Osten an, um das Bekenntnis von Al-Kaida zu den Anschlägen zu übermitteln. Zudem drohte er mit weiteren Angriffen. Bei den fast gleichzeitigen Anschlägen auf die Botschaften waren 244 Menschen getötet und mehr als 5.000 verletzt worden.

Bary drohen bis zu 25 Jahre Haft. Der Prozess soll am 3. November beginnen. Staatsanwalt Preet Bharara sagte, Bary habe geholfen, Gewalt und Terror zu verbreiten und sich verschworen, unschuldige Menschen zu töten, darunter US-Staatsangestellte im Ausland. Laut britischen Medien besteht der Verdacht, dass Barys Sohn Abdel-Majed Abdel Bary der Mörder der US-Journalisten Foley und Sotloff ist. Die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hatte Ende August und Anfang September Videos veröffentlicht, auf denen ein maskierter Mann die beiden Journalisten ermordet. (APA, 20.9.2014)

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