Philippinen ziehen Blauhelm-Soldaten vorzeitig vom Golan ab

19. September 2014, 21:18
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Manila bricht Mission in Konfliktzone wegen Sicherheitsrisiken ab

Manila/Damaskus/New York - Wegen der verschlechterten Sicherheitslage auf den Golan-Höhen ziehen die Philippinen ihre Blauhelm-Soldaten vorzeitig aus der Konfliktzone ab. Von den 344 philippinischen Soldaten und Armeebediensteten wurden 244 schon am Freitag in Manila erwartet, wie ein Militärsprecher sagte. Die restlichen Truppen würden vermutlich in der kommenden Woche ausgeflogen.

Der Abzug der Soldaten sei "im nationalen Interesse" der Philippinen und von den Vereinten Nationen genehmigt worden, hieß es. Einige der philippinischen Soldaten waren im vergangenen Monat in Schusswechsel mit syrischen Rebellen verwickelt, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehen und die Blauhelme zur Entwaffnung zwingen wollten. Die Aufständischen nahmen zudem 45 UN-Soldaten aus Fidschi gefangen, die später unversehrt freigelassen wurden.

Abzug auch aus Liberia

Schon zuvor hatte die philippinische Regierung beschlossen, das Ende Oktober auslaufende Mandat ihres Blauhelm-Kontingents aus Sicherheitsgründen nicht zu verlängern. Wegen der tödlichen Ebola-Epidemie wurden zudem mehr als hundert philippinische UN-Soldaten aus Liberia abgezogen.

Bis Anfang Juni letzten Jahres waren auch österreichische Truppen am Golan. Aus Sicherheitsgründen entschied sich die Regierung aber, die zuletzt 378 Bundesheer-Soldaten abzuziehen. Das "AusBatt", das Austrian Battalion, war als einzige Einheit seit 1974 ununterbrochen auf dem Golan im Einsatz und stellte das größte Truppenkontingent. (APA, 19.9.2014)

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