US-Unterstützung für Syriens Opposition: Geld für die Rebellen

Kommentar19. September 2014, 17:38
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Der Wettbewerb unter den Gruppen wird nun noch einmal angeheizt

Zur US-Strategie gegen den "Islamischen Staat" (IS) gehören, wie diese Woche vom Kongress abgesegnet, Bewaffnung und Training von 5.000 syrischen Rebellen in Saudi-Arabien. Dieses Programm ist nur die Spitze des Eisbergs dessen, was die USA und andere Staaten für die Opposition bereits seit langem tun. Wie die Sponsoren selbst befinden sich die von ihnen geförderten Gruppen oft im Konkurrenzverhältnis. Die Folge ist eine zersplitterte Rebellenlandschaft, wovon einerseits das Assad-Regime und andererseits besonders ruchlose Gruppen profitieren.

Der Wettbewerb unter den Gruppen, die für eine US-Unterstützung infrage kommen, wird nun noch einmal angeheizt - und es gibt Anzeichen, dass er auf recht brutale Weise ausgefochten wird. Auf Jamal Maarouf von der Revolutionsfront, deren Kämpfer bereits auf der US-Gehaltsliste stehen, wurde ein Anschlag verübt, die ganze Führungsebene der Ahrar al-Sham, einer der stärksten Gruppen, wurde kürzlich mit einem Schlag ausgelöscht. Verdächtigt werden das Regime sowie auch die IS, aber in der Gerüchteküche werden auch andere Namen genannt.

Auffallend ist das Schweigen über die Nusra-Front. "Al-Kaida light" - im Vergleich zur IS - wird, obwohl sie auf dem Golan sitzt, als minderes Problem betrachtet. Die Uno-Soldaten, die sie verschleppt, lässt sie wieder frei; und Katar zahlt das Lösegeld und beteuert, dass es sich nur um Menschenfreundlichkeit und nicht um Finanzierung handelt. (Gudrun Harrer, DER STANDARD, 20.9.2014)

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