Deutscher Abgeordneter empört über IS-Unterstützung aus Türkei

19. September 2014, 17:30
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Linke-Politiker Hunko fordert Druck Berlins auf Ankara - "Beitrittsverhandlungen auf Prüfstand stellen"

Berlin - Als "Skandal" hat der deutsche Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko (Die Linke) Berichte über eine Unterstützung der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) aus der Türkei bezeichnet. Diese müsse unverzüglich beendet werden und Konsequenzen für die deutsch-türkischen Beziehung haben, forderte Hunko in einer Aussendung am Freitag.

"Es ist ein Skandal, dass die Mörderbanden des IS aus dem NATO-Land Türkei gefördert werden, während diese das nächste Massaker anzurichten drohen - dieses Mal in den kurdischen Gebieten Syriens (Rojava)", erklärte der Bundestagsabgeordnete.

Offene Waffenlieferungen

Zwei seiner Projektmitarbeiter befänden sich derzeit mit einer Delegation in Rojava, um sich ein Bild von der Lage zu machen. "Sie berichten mir von Meldungen über offene Waffenlieferungen durch die Türkei an den IS", so Hunko.

Die deutsche Bundesregierung müsse Druck auf die Türkei ausüben, die Unterstützung des IS zu stoppen, die Menschen in Rojava durch humanitäre Hilfe unter-stützen und mehr Flüchtlinge aus der Region aufnehmen.

"Sollte die Türkei nicht endlich einlenken, müssen die EU-Beitrittsverhandlungen auf den Prüfstand. Es kann nicht sein, dass über einen Beitritt verhandelt wird, während von der Türkei aus der IS gefördert wird, der für systematische Kriegs", betonte der Linke-Politiker. (APA, 19.9.2014)

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