Japan lässt sich vom Walfang nicht abbringen

19. September 2014, 12:40
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Neue IWC-Auflagen müssen hingenommen werden - Tokio nennt sie "äußerst bedauerlich"

Tokio - Japan will ungeachtet einer einschränkenden Resolution der Internationalen Walfangkommission (IWC) weiter Jagd auf Wale in der Antarktis machen. Den Beschluss der IWC vom Vortag, wonach Tokio sein allseits kritisiertes Fangprogramm zunächst den IWC-Wissenschaftern zur Prüfung vorlegen muss, bezeichnete ein Regierungssprecher in Tokio am Freitag als "äußerst bedauerlich".

Dennoch wolle man im kommenden Jahr wieder Jagd auf die Meeressäuger machen. "Wir werden Vorbereitungen treffen, sodass wir einen neuen Forschungswalfang in der Antarktis im Fiskaljahr 2015 (1. April) beginnen können", wie Yoshihide Suga die Jagd bezeichnete. Japans Praktiken stünden vollständig im Einklang mit der Internationalen Konventionen zur Regulierung des Walfangs, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Kyodo.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hatte vor einem halben Jahr das sogenannte wissenschaftliche Fangprogramm Japans als illegal bezeichnet. Die Forschungsergebnisse seien zu dürftig, zu viele Tiere würden getötet, hatte die Begründung gelautet. Dennoch kündigte Japan vor wenigen Tagen an, ein neues Programm auflegen zu wollen. (APA/red, derStandard.at, 19. 9. 2014)

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