Ebola: Ausgangssperre in Sierra Leone begonnen

    19. September 2014, 10:42
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    Aufklärung über Epidemie zu Hause - Experten sind sich uneins, ob Maßnahme Erfolg haben wird

    Freetown/Conakry/Monrovia - Zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Sierra Leone hat am Freitag eine dreitätige Ausgangssperre begonnen. Bis zum Sonntag sollen Gesundheitsarbeiter von Haus zu Haus gehen, um die Bevölkerung über das Virus aufzuklären und mögliche Ebola-Kranke ausfindig zu machen.

    Zudem soll so eine weitere Ausbreitung der Seuche verhindert werden. "Wir müssen die Bewegungsfreiheit für alle Bürger einschränken, um direkten Körperkontakt zu vermeiden", sagte Regierungssprecher Abdulai Baratay.

    Vorbeugemaßnahmen erklären

    Lokalen Medien zufolge sind rund 21.000 Helfer damit beauftragt, den Menschen Vorbeugemaßnahmen zu erklären und insgesamt 1,5 Millionen Stück Seife zu verteilen. Die Ausgangssperre sei vor allem als erzieherische Maßnahme gedacht, hatte der Leiter der Notfallbehörde (EOC), Steven Gaojia, im Vorfeld betont.

    Experten stehen dem Schritt kritisch gegenüber. Es brauche Helfer mit viel Erfahrung, um bei einem solchen Tür-zu-Tür-Screening Menschen mit Ebola-Symptomen auszumachen, hatte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) bereits vor Tagen mitgeteilt. Zudem gebe es nicht genug Ebola-Zentren, um neue Patienten aufzunehmen. Ohne Platz zur Untersuchung und Behandlung von Verdachtsfällen habe das ganze Vorhaben keinen Sinn. (APA/dpa, 19.9.2014)

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      Helfer gehen von Tür zu Tür, um Aufklärungsarbeit zu leisten.

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