Ein Fastalleskönner kann noch mehr: VW Touareg

19. September 2014, 16:13
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Modellpflege für VWs SUV-Flaggschiff, den Touareg

Wie viele international anerkannte Staaten es derzeit auf der Welt gibt, lässt sich nicht so ohne weiteres sagen. Man könnte auf unter 190, aber auch auf über 210 kommen. In wie vielen Ländern der Touareg verkauft wird, weiß VW hingegen genau: 196.

Damit ist das kultivierte SUV-Flaggschiff ein echter Weltnomade, wenngleich die Hauptabsatzmärkte mit Nordamerika, Europa, Russland und China sich auf einer Hand abzählen lassen. Wenn das so weitergeht, fällt bald einmal die Million, denn von der ersten Generation (2002 bis 2010) wurden 475.000 Touaregs verkauft, von der zweiten (seit 2010) auch schon wieder mehr als 300.000, woran sich noch etwas ablesen lässt: nämlich wie rasant die Zeit vergeht.

Fitter, sicher, besser

Vier Jahre ist der Wagen schon auf dem Markt, kaum zu glauben. Ein solcher Zeitraum markiert in der Regel in etwa die Halbzeit, die Ingenieure erhalten Gelegenheit, das Auto für die zweite Halbzeit fitter, sicherer, besser zu machen und ihre seither errungenen technischen Schmankerln unterzubringen (z. B. eine Gespannstabilisierung für Anhänger bis 3,5 Tonnen, neue Onlinedienste).

Außerdem dürfen dabei die Designer nachschärfen, wo sie es für nötig erachten. In dem Fall wurde die Frontpartie markantisiert in Richtung aktuelles Familiengesicht, was dem Touareg auch zu mehr optischer Breite verhelfen soll, hinten ein ähnlicher Ansatz. Und im Interieur wurde der Premium-SUV nochmal nobler.

Bei den Motoren fällt das Augenmerk speziell auf den stärkeren der beiden 3,0-Liter-V6-Diesel, den mit 262 PS. Ein Schmankerl von einem Selbstzünder, bei der Leistungsentfaltung wie bei Akustik und Verbrauch - Letzterer reduzierte sich gegenüber dem schwächeren Vorgänger (245 PS) um 0,6 l / 100 km, beim Normverbrauch liegt er nunmehr gleichauf mit dem Basisdiesel (204 PS) bei 6,6 l / 100 km.

Unterschied zur Verwandtschaft

Der 262-PS-TDI wird außerdem hartgesottene Geländefans glücklich machen, da es das Terrain-Tech-Paket (mit Untersetzungsgetriebe und Differenzialsperren mittig und hinten) nur mit dieser Maschine gibt.

Minderheitenprogramme bleiben in unseren Breiten der mächtige 4,2-Liter-V8-TDI (340 PS) sowie das Vollhybridmodell mit grundsätzlich 333 PS - bei Abrufung der Systemgesamtleistung ergeben sich 380 PS. Und weil der verwandte Porsche Cayenne bei der ebenfalls soeben erfolgten Modellpflege bei Hybrid auf Plug-in-Technologie umgestellt hat: Dafür sieht VW beim Touareg derzeit keine Notwendigkeit. (stock, DER STANDARD, 19.9.2014)

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Außen wurde der Touareg behutsam behübscht. Die vier Dieselmotoren erfüllen allesamt die strenge EU-6-Abgasnorm, das Vollhybridmodell ebenfalls und sowieso.
    foto: ingo barenschee/volkswagen

    Außen wurde der Touareg behutsam behübscht. Die vier Dieselmotoren erfüllen allesamt die strenge EU-6-Abgasnorm, das Vollhybridmodell ebenfalls und sowieso.

  • Das Interieur lenkt fast von der Kulisse ab.
    foto: ingo barenschee/volkswagen

    Das Interieur lenkt fast von der Kulisse ab.

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