Schweizer Video-Kooperation: Bei Gebühr kein Werbegeld

19. September 2014, 09:39
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SRG soll Beiträge für Webseiten anderer Medien zur Verfügung stellen - Verleger: Entstanden sie im öffentlichen Auftrag, soll SRG nicht an Werbeerlösen beteiligt werden

Die Schweizer Verleger schwenken offenbar auf ein Modell ein, an dem ORF und österreichische Medienhäuser schon geraume Zeit feilen: Bewegtbild-Beiträge des öffentlich-rechtlichen Senders sollen auch auf anderen Medienplattformen, etwa Webseiten von Zeitungen, laufen. Für die Werbeerlöse haben die Schweizer Blätter ihre eigenen Vorstellungen.

Bei einem Verlegerkongress in Interlaken erklärte Ringier-Chef Marc Walder laut persoenlich.com, wie sich seine Kollegen das Modell vorstellen: Video- und Audiobeiträge wären schon durch die Rundfunk-Entgelte für den öffenlichen Auftrag bezahlt. Sie sollten deshalb "der Allgemeinheit zur Verfügung stehen", fasste der Schweizer Branchendienst zusammen.

Nutzen die Verleger Videos und Radiobeiträge, die bereits über Gebühren aus dem Service Public finanziert sind, dann wollen sie die SRG nicht an den Werbeeinnahmen um diese Beiträge beteiligen. Der Präsident des Verbands Schweizer Medien, Hanspeter Lebrument, könnte sich eine Abgeltung für Beiträge vorstellen, die nicht unter den Auftrag fallen.

Die SRG zeigt sich bereit zu Kooperationen mit den Verlegern bei Bewegtbildern, sie würde Videos für deren Webportale zur Verfügung stellen. Aber: Die Verleger müssten sie an den Einnahmen durch die Videos beteiligen.

In Österreich ist nach bisherigen Informationen geplant, Werbeerlöse um die Videos aufzuteilen. (red, derStandard.at, 19.9.2014)

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