Voigt schraubt Stunden-Weltrekord auf 51,115 Kilometer

18. September 2014, 20:45
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Ehemaliger deutscher Radprofi überbot neun Jahre alte Bestmarke

Grenchen - Jens Voigt war in seinem letzten Rennen als Profi ab der ersten Runde auf Kurs. Am Ende legte er einen Tag nach seinem 43. Geburtstag 1.415 Meter mehr zurück als der bisherige Rekordhalter Ondrej Sosenka. Der Tscheche hatte im Juli 2005 in Moskau eine Distanz von 49,700 km zurückgelegt.

Mit dem Stundenweltrekord beendet der Deutsche am Donnerstag seine 17-jährige Profikarriere. Seinen Abschied verfolgten auf der vor einem Jahr eröffneten Bahn in Grenchen mehr als 2.000 begeisterte Zuschauer. Am Ende hängte Voigt sein Rad im wortwörtlichen Sinn an den Nagel.

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Der Däne Ole Ritter fährt am 10. Oktober 1968 in Mexiko-Stadt 48,653 Kilometer.

"Natürlich bin ich überglücklich. Ich war schneller, als ich erwartet hatte", sagte Voigt nach seiner Triumphfahrt auf der Bahn aus sibirischer Fichte. "Ich bin einen Tick zu schnell losgefahren, habe mich dann aber gebremst und konnte zuletzt noch zulegen. Ich habe mich heute zum letzten Mal im Leben auf dem Rad gequält." Ab Runde sieben fuhr er im Rekordbereich und baute sich einen Zeitpolster auf. Ab Runde 68 wurde er langsamer, um in den letzten 15 Minuten wieder zuzulegen.

Seit diesem Sommer erlaubt der Rad-Weltverband (UCI) für den Stundenweltrekord wieder moderne Zeitfahrmaschinen, was den Event für die Fahrer und die Radhersteller wieder attraktiv macht. Zuletzt hatte die UCI nur noch herkömmliche Räder erlaubt, so wie sie Eddy Merckx bei seiner Rekordfahrt im Jahr 1972 verwendet hatte. So strich die UCI sämtliche Distanzen aus den Rekordlisten, die zwischen 1984 und 1996 erzielt worden waren.

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Am 25. Oktober 1972 erhöht der Belgier Eddy Merckx auf 49,431 Kilometer.

Es ist davon auszugehen, dass Voigts' Weltrekord nicht allzu lange Bestand haben wird. Spezialisten wie der Brite Bradley Wiggins und der Deutsche Tony Martin haben bereits angekündigt, ebenfalls einen Rekordversuch wagen zu wollen. Auch der Schweizer Fabian Cancellara wäre ein Kandidat. (APA, 18.9.2014)

  • Die letzte große Qual des Jens Voigt: "Ab jetzt gibt es keine Schmerzen mehr."
    foto: apa/klaunzer

    Die letzte große Qual des Jens Voigt: "Ab jetzt gibt es keine Schmerzen mehr."

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