Warum Stress uns unausstehlich macht - Die bleibende Wirkung von Angelina Jolie

19. September 2014, 02:02
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Warum Stress uns unausstehlich macht

Lausanne - Nicht nur unkonzentriert und vergesslich werden wir, wenn wir unter Stress stehen, sondern zum Leidwesen unserer Mitmenschen auch noch griesgrämig und unwirsch. Nun glauben Neurowissenschafter aus der Schweiz und Polen dafür eine molekulare Ursache gefunden zu haben.

Laut ihrer in "Nature Communications" publizierten Studie aktiviert chronischer Stress ein Enzym mit der Bezeichnung MMP-9. Dieses attackiert ein Molekül im Gehirn, das die synaptische Aktivität reguliert. Darunter leiden zunächst unsere kognitiven und sozialen Fähigkeiten - und in der Folge auch unser Umfeld. (jdo)

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Nature Communications: "Role for MMP-9 in stress-induced downregulation of nectin-3 in hippocampal CA1 and associated behavioural alterations"

Die bleibende Wirkung von Angelina Jolie

Manchester - Als Angelina Jolie im Mai 2013 bekanntgab, dass sie sich wegen ihres hohen genetischen Brustkrebsrisikos einer vorbeugenden Mastektomie unterzogen hatte, blieb dies nicht ohne Folgen: Deutlich mehr Frauen mit ähnlicher Familiengeschichte wie der Hollywoodstar meldeten sich zu Vorsorgeuntersuchungen an.

foto: apa/epa/facundo arrizabalaga

Britische Forscher versuchten nun erstmals zu erheben, wie nachhaltig der vielzitierte "Angelina-Effekt" war. Laut der im Magazin "Breast Cancer Research" publizierten Studie hielt er überraschend lange an: Noch ein halbes Jahr nach Jolies Gang an die Öffentlichkeit lag die Anmeldungsrate in Großbritannien doppelt so hoch wie 2012. (jdo, DER STANDARD, 19.9.2014)

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Breast Cancer Research

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