Als es noch Sex ohne Tabus gab, oder: Zurück zur Begierde

18. September 2014, 17:00
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Graz - Maybe the Way You Made Love Twenty Years Ago is the Answer? - schöner als die Choreografin und Tänzerin Christine Gaigg kann man eine Frage mitsamt ihrer Antwort wohl nicht in einen Titel verpacken.

Die Arbeit, die beim Steirischen Herbst uraufgeführt wird, ist eine performative Fortsetzung von Gaiggs Inszenierung der Erzählung Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen von Xaver Bayer am Schauspielhaus Wien 2012. Gaigg fragt darin, warum die Nachwehen der sexuellen Revolution und des Strebens nach politischer wie erotischer Befreiung vor allem in Tabus und wachsender Sterilität und Virtualität gipfelten.

Begierde wirke nur mehr bedrohlich, laszive Erotik verschwinde langsam gänzlich aus dem täglichen Miteinander. Was genau man sich erwarten darf, wenn die Künstlerin verspricht, einen Zufluchtsort im Theaterraum im Inneren des felsigen Schlossberges zu schaffen, wird man sehen. Das erotische Spiel soll jedenfalls "in Echtzeit ohne mediale Filter" stattfinden. (cms, DER STANDARD, 19.9.2014)

Dom im Berg, 4. & 6. 10., 19.30, 5. 10., 17.30. Ab 16 Jahren.


Dieser Artikel ist eine entgeltliche Einschaltung in Form einer Medienkooperation mit dem Steirischen Herbst. Die redaktionelle Verantwortung liegt beim STANDARD.

  • Choreografin Christine Gaigg fragt nach den Nachwehen der sexuellen Revolution.
    foto: jan gott

    Choreografin Christine Gaigg fragt nach den Nachwehen der sexuellen Revolution.

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