Grönemeyer kritisiert U2 für Apple-Aktion: "Das ist respektlos"

18. September 2014, 15:42
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Sänger auch kein Fan vom Streaming-Dienst Netflix

Sänger Herbert Grönemeyer hat die Entscheidung von U2, ihr neues Album über Apple zu verschenken, scharf kritisiert: "Ich kenne Bono ziemlich gut. Aber ich muss sagen, als ich das gehört habe, war ich geschockt", sagte er am Donnerstag auf dem Reeperbahnfestival. "So eine Aktion von einer so großen Band, die alle Millionäre sind, ist respektlos gegenüber den hart arbeitenden Kollegen."

Album für 500 Millionen Nutzer

Dies gelte gerade in heutigen Zeiten, in denen es darum gehe, der Musik wieder einen Wert zu geben. Apple hatte das neue U2-Album "Songs of Innocence" kürzlich nicht nur seinen 500 Millionen Kunden geschenkt, sondern auch ungefragt in deren Mediatheken platziert und damit jede Menge Protest ausgelöst.

Kein Fan von Netflix

Grönemeyer, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler und Chef der Plattenfirma "Grönland Records", erklärte zudem, kein Fan von Streaming-Angeboten oder des neuen Videodienstes Netflix zu sein: "Das ist, wie wenn du zehn Euro zahlst und dafür in allen Hamburger Restaurants essen darfst. Das ist völlig verrückt." (APA, 18.9.2014)

  • Herbert kritisiert Bono.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Herbert kritisiert Bono.

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